Schon länger tüftelt die Industrie an einer neuen Akku-Technologie. Es heißt, dass sich die Kapazität damit verzehnfachen lässt. Aber das sind rein theoretische Werte, die sich in der Praxis nicht erreichen lassen. Aber was lässt sich erreichen? Die Frage wird beantwortet durch die ersten Smartphones, die derzeit mit den neuen Akkus auf den Markt kommen, unter anderem von Samsung. Zieht Apple nach? Das ist wahrscheinlich. Aber was genau ist neu an dieser Technologie? Kurz gesagt: neue Silizium-Karbon-Anoden erhöhen die Energiedichte von Lithium-Ionen-Akkus. Klingt kompliziert, aber unterm Strich bedeutet es mehr Energie im gleichen Volumen. In der Sendung erläutern wir, wie solche Akkus intern aufgebaut sind und warum sich dadurch eine höhere Kapazität ergibt. Kann man solche Akkus auch in Laptops einbauen? (Spielzeit: 21 Minuten.)
Apple hat in Houston sein Advanced Manufacturing Center eröffnet. In dem Schulungszentrum können kleine und mittlere Unternehmen kostenlos moderne Fertigungsmethoden praktisch kennenlernen; noch in diesem Jahr soll am selben Standort die Produktion des Mac mini beginnen.
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Das rund 20.000 Quadratfuß große Zentrum, etwa 1.860 Quadratmeter, verbindet Schulungsräume mit interaktiven Laboren, Werkzeugen und Produktionsausrüstung. Apple-Expertinnen und -Experten sollen dort Wissen direkt an Unternehmen und Gründer weitergeben.
Die ersten Veranstaltungen befassen sich mit Verfahren für die Endmontage und mit Aspekten der Leiterplattenmontage. Vorgesehen sind auch Workshops, in denen Teilnehmende Produktionsprobleme in Echtzeit erkennen und darauf reagieren sollen. Apple nennt unter anderem automatisierte Qualitätskontrolle mit maschinellem Lernen sowie fortgeschrittene Automatisierung als Themen.
Die erste Gruppe von Unternehmensvertretern hat ihre Schulung bereits begonnen. Künftig will Apple auch Studierenden lokaler Hochschulen praktische Trainings anbieten.
Nach Angaben von Tim Cook hat Apple binnen weniger als neun Monaten mehrere hundert Millionen Dollar in die Houstoner Anlage investiert. In diesem Zeitraum sei die Fabrik aufgebaut worden; anschließend habe Apple dort die Produktion gestartet und erste fortschrittliche KI-Server ausgeliefert.
Die angekündigte Mac-mini-Fertigung wäre die nächste Ausbaustufe des Standorts. Apple hat nicht präzisiert, welche Mac-mini-Konfigurationen in Houston produziert werden sollen. Der derzeitige Mac mini wurde 2024 neu gestaltet und ist mit M4 oder M4 Pro erhältlich.
Vor einem möglichen Start von Apples erstem faltbaren iPhone rückt die Staubresistenz in den Mittelpunkt: Ein iFixit-Test des Samsung Galaxy Z Fold 8 zeigt erneut, wie empfindlich Scharnier und Display eines Foldables auf kleine Partikel reagieren können.
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Die Schutzklasse IP48 des Galaxy Z Fold 8 ist für die Diskussion besonders relevant. Die erste Ziffer steht für den Schutz gegen feste Partikel. Bei einer 4 besteht kein Schutz gegen Teilchen unter einem Millimeter. Feiner Staub und Sand können damit grundsätzlich zum Risiko für die beweglichen Bauteile werden.
iFixit zufolge drangen bei einem Test Partikel in das Scharnier ein. Nach mehrfachem Öffnen und Schließen habe das Gerät knirschende und schleifende Geräusche verursacht und sich nicht mehr normal öffnen lassen. Der Befund knüpft an die Probleme des ersten Galaxy Fold von 2019 an. Bei diesem Modell konnten Staub und Schmutz in den Faltbereich gelangen und das Display beschädigen.
Für Apple wäre die erste Ziffer einer möglichen IP-Klassifizierung daher wichtiger als die Wasserresistenz. Ein Wert von 5 steht für Schutz gegen Staub in schädigender Menge. Ein Wert von 6 bedeutet Staubdichtigkeit. Das iPhone 17 Pro führt Apple mit IP68; die 6 steht dort für vollständigen Staubschutz.
Ob Apple bei einem faltbaren iPhone eine vergleichbare Einstufung erreicht, ist offen. Berichten zufolge verzögerte sich Apples Einstieg in diese Gerätekategorie unter anderem wegen Bedenken zur sichtbaren Displayfalte und zur Belastbarkeit des Scharniers. Auch wenn die Falte bei aktuellen Foldables weniger auffällig sein kann, beantwortet das die Frage nach dem Eindringen kleiner Partikel nicht.
Eine IP-Angabe wäre nach einer möglichen Vorstellung nur der erste Anhaltspunkt. Wie robust ein Scharnier über Jahre und bei häufigem Öffnen und Schließen bleibt, können erst unabhängige Langzeittests zeigen.
Apple bereitet laut bisherigen Berichten eine neue Apple TV 4K für den Herbst vor. Erwartet werden ein A17-Pro-Chip, modernere Funkstandards und Unterstützung für die überarbeitete Siri; konkrete KI-Funktionen für tvOS hat Apple jedoch nicht angekündigt.
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Der wichtigste erwartete Hardwarewechsel wäre der Sprung vom A15 Bionic der aktuellen Apple TV 4K auf den A17 Pro. In Apple-Software entdeckte Hinweise wurden bereits mit einem noch nicht veröffentlichten Apple-TV-Modell und diesem Chip in Verbindung gebracht. Der A17 Pro kam ursprünglich im iPhone 15 Pro zum Einsatz.
Der Chip wäre vor allem mit Blick auf Apples neue, stärker personalisierte Siri relevant. Nach einem Bericht von Bloomberg soll die nächste Apple TV die neue Siri unterstützen. Welche Funktionen davon auf dem Fernseher tatsächlich verfügbar sein werden, ist offen. Apple hat bislang keine konkreten Apple-Intelligence-Funktionen für tvOS vorgestellt.
Auch bei der drahtlosen Verbindung könnte Apple aufrüsten. Erwartet wird ein Apple-eigener N1-Funkchip mit Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thread. Die aktuelle Apple TV 4K unterstützt Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.0. Thread gibt es dort nur beim Modell mit Ethernet.
Für das Streamen von Video dürfte Wi-Fi 7 allein wenig verändern. Interessanter wäre die Kombination aus aktualisierten Funkstandards für Zubehör, Spiele und die Einbindung ins vernetzte Zuhause.
Als weitere Möglichkeit steht eine überarbeitete Siri Remote im Raum. Dazu gibt es bisher kaum belastbare Details. Diskutiert wird eine präzisere Ortung über „Wo ist?“. Die heutige Fernbedienung lässt sich zwar mit einem iPhone in der Nähe suchen, besitzt aber keine Ultraweitband-Hardware für die präzise Suche wie ein AirTag.
Apple hat weder einen Termin noch technische Daten, Ausstattungsvarianten oder Preise für eine neue Apple TV 4K bestätigt. Die aktuelle dritte Generation wurde im Oktober 2022 eingeführt und ist mit 64 GB Speicher als Wi-Fi-Modell sowie mit 128 GB Speicher als Wi-Fi- und-Ethernet-Modell erhältlich.
Unter Berufung auf Mobilfunkanbieter und einen großen Händler heißt es, das faltbare Modell könne zum Start der iPhone-18-Pro-Reihe zunächst nur in den USA verfügbar sein. Weitere wichtige Märkte könnten dann über zwei oder drei Monate folgen.
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Als mögliche Gründe nennt der Bericht begrenzte Stückzahlen, Preisfragen und Probleme bei Tests bereits produzierter Geräte. In früheren Berichten wurden vor allem Scharnierkonstruktion und Haltbarkeit des Displays als anspruchsvolle Punkte genannt. Ob diese Herausforderungen tatsächlich zu einem gestaffelten Verkaufsstart führen, ist offen.
Ein solcher Ablauf wäre bei Apple nicht ohne Vorbild. Die Vision Pro erschien im Februar 2024 zunächst in den USA und kam anschließend schrittweise in weitere Länder. Beim faltbaren iPhone wären geringe Anfangsmengen ein naheliegender Grund für eine ähnliche Reihenfolge.
Die Vorwürfe sind nicht neu, aber sie werden immer lauter. Nun meldet sich auch der bekannte Entwickler Jeff Johnson zu Wort mit einem weiteren Beispiel. Er wirft Apple vor, bei der Safari-Erweiterung „TabControl Extension“ mögliche manipulierte Bewertungen und irreführende Screenshots im App Store nicht erkannt zu haben.
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Johnson ist Entwickler der Safari-Erweiterung StopTheMadness. Er stieß nach eigener Darstellung auf „TabControl Extension“, die zeitweise zu den am höchsten platzierten kostenpflichtigen Safari-Erweiterungen im US-Mac-App-Store gehört haben soll.
Besonders kritisch sieht er die angezeigten Rezensionen. Fast alle seien mit fünf Sternen bewertet und auf Englisch geschrieben. Johnson zufolge waren diese Texte jedoch weder im US-App-Store noch bei einer Suche in anderen englischsprachigen Ländern wie Australien und Kanada auffindbar. Auch die Darstellung der Namen sei auffällig gewesen: Jeder Name bestehe aus Vorname und abgekürztem Nachnamen.
Als wesentliches Indiz führt Johnson Datierungen an, die seiner Darstellung nach vor der Veröffentlichung von TabControl Extension im App Store liegen. Daneben beanstandet Johnson einen Screenshot in der Produktseite. Er zeigt eine Bewertung von 4,9 von 5 Sternen und könnte damit den Eindruck einer tatsächlichen App-Store-Bewertung vermitteln. Es handelt sich aber nicht um die tatsächliche Sterne-Bewertung im AppStore, sondern nur um eine Grafik. Apples Review-Team hätte eine solche Grfaik auffallen müssen.
Die Kritik richtet sich deswegen nicht nur gegen den Anbieter der Erweiterung, sondern vor allem gegen Apples Prüfung. Apple kontrolliert nach eigener Darstellung sowohl die Apps als auch die zugehörigen Store-Metadaten, zu denen auch Screenshots zählen.
Apple verweist bei der Verteidigung seines App-Store-Modells regelmäßig auf Schutz vor Schadsoftware und Betrug. Nach Apples jüngster jährlicher Betrugsanalyse verhinderte der App Store in den vergangenen fünf Jahren betrügerische Transaktionen im Wert von mehr als neun Milliarden US-Dollar. Für 2024 nennt Apple mehr als zwei Milliarden US-Dollar.
Der Vorgang unterstreicht, dass Rankings, Sternebewertungen und Screenshots im App Store keine vollständige Vertrauensgarantie bieten. Bei Browser-Erweiterungen sind nachvollziehbare Angaben des Entwicklers, Datenschutzinformationen und externe Erfahrungsberichte besonders relevante zusätzliche Kriterien.
Anthropic macht aus dem Seitenfenster seiner Chrome-Erweiterung eine vollständige Claude-Cowork-Sitzung: Skills, Plugins und Connectoren funktionieren im Browser, und laufende Aufgaben lassen sich geräteübergreifend fortsetzen.
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Gespräche aus dem Seitenfenster werden im Claude-Verlauf gespeichert. Sie können danach auf dem Desktop, im Web und in mobilen Claude-Apps mit demselben Kontext weitergeführt werden. Zuvor blieben Browser-Sitzungen von den übrigen Claude-Anwendungen getrennt.
Die Erweiterung kann die gerade geöffnete Website einsehen und über vorhandene Browser-Anmeldungen bedienen. Dazu gehören das Öffnen von Links, Navigation zwischen Seiten, Texteingaben und das Ausfüllen von Formularen. Anthropic nennt unter anderem das Sammeln von Rechnungsdaten aus mehreren Portalen und die anschließende Erstellung einer Tabelle als Einsatzszenario.
Bereits konfigurierte Skills, Plugins und Connectoren sollen ohne weitere Einrichtung auch im Browser funktionieren. Damit kann Claude Browser-Recherche mit weiteren Arbeitsschritten verbinden, etwa der Verarbeitung von Daten oder der Arbeit mit Dateien.
Anthropic betont zugleich die Risiken von Prompt Injection. Versteckte oder manipulierte Anweisungen auf Webseiten können Browser-Agenten zu unerwünschten Aktionen verleiten. Zwar sollen folgenreiche Schritte zusätzlich kontrolliert werden, wenn automatische Freigaben aktiv sind. Bei Käufen und beim Teilen persönlicher Daten fragt Claude laut Anthropic weiterhin nach einer Bestätigung. Einen vollständigen Schutz versprechen diese Maßnahmen nicht.
Besondere Vorsicht ist daher bei sensiblen Konten und Daten geboten. Ein Bericht rät vom Einsatz mit Bank- oder Gesundheitsdaten ab. Für Unternehmensumgebungen können Administratoren die Funktion aktivieren und den Zugriff auf zugelassene Domains beschränken.
Die Cowork-Integration ist zunächst für Max- und Team-Kunden verfügbar. Der Start für Pro-Abonnenten ist in den kommenden Wochen geplant. Andere Chromium-Browser und Mobilgeräte unterstützt Claude in Chrome bislang nicht.
WhatsApp führt schrittweise ein neues Feld für Benutzernamen ein: Beim Anlegen eines Kontakts lässt sich der Username künftig neben Name und Telefonnummer speichern.
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Das neue Eingabefeld erscheint zwischen den Namensfeldern und dem Bereich für die Telefonnummer. Es wird beim Erstellen eines neuen Kontakts innerhalb der App angezeigt.
Dafür öffnen Nutzer in der Chat-Ansicht über die Plus-Schaltfläche die Kontaktverwaltung und wählen „Neuer Kontakt“. Die bisherige Maske bleibt weitgehend unverändert. Hinzu kommt lediglich das Feld für den Benutzernamen.
Die Funktion gehört zur breiteren Einführung von WhatsApp-Usernames. WhatsApp hatte zuvor ein Reservierungssystem für Benutzernamen gestartet. Anschließend wurden Usernames nach Berichten zunächst für ausgewählte iPhone-Nutzer aktiviert.
Nach Angaben von WABetaInfo wird auch das neue Kontaktfeld zunächst nur schrittweise verteilt. Es soll bei einzelnen Nutzern sowohl in Beta- als auch in regulären WhatsApp-Versionen erscheinen.
Sobald Usernames breiter verfügbar sind, soll WhatsApp das Feld automatisch ausfüllen können. Das gilt laut dem Bericht für Kontakte, die über die Chat-Informationen neu angelegt werden. Wie schnell die Funktion alle Nutzer erreicht, ist bisher nicht bekannt.
Apple soll Verlagen mehrjährige Lizenzvereinbarungen anbieten, damit Siri AI auf aktuelle Nachrichten und Informationen zugreifen kann. Laut einem Bericht des Wall Street Journal erwägt Apple dafür nutzungsabhängige Zahlungen und ein Budget im hohen dreistelligen Millionenbereich.
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Die Vergütung soll dem Bericht zufolge jeweils dann fließen, wenn Inhalte eines Verlagspartners genutzt werden. Damit würde Apple offenbar ein anderes Modell verfolgen als Vereinbarungen mit festen Gebühren für einen breiten Zugriff auf Inhalte.
Apple hat die Gespräche nicht bestätigt. Eine Anfrage des Wall Street Journal kommentierte Apple nicht. Ob bereits Verträge abgeschlossen wurden, ist ebenfalls nicht bekannt.
Direkte Lizenzvereinbarungen könnten für Siri AI den Zugang zu laufend aktualisierten Informationen vertraglich regeln. Unklar bleibt, welche Medienunternehmen beteiligt sein könnten, wie Inhalte in Antworten verwendet würden und ob Quellen für Nutzer sichtbar gemacht werden sollen.
Apple unterhält bereits Partnerschaften mit Verlagen für Apple News+. Nach Angaben des Wall Street Journal schloss Apple zudem früher Vereinbarungen, die Rechte zur Nutzung von Verlagsinhalten für das Training eigener KI-Systeme umfassten.
Die Gespräche fallen in eine Phase, in der Verlage unterschiedliche Wege im Umgang mit KI-Anbietern wählen. Einige Medienunternehmen gehen wegen einer aus ihrer Sicht nicht genehmigten Nutzung ihrer Inhalte juristisch vor. Andere vereinbaren Lizenzen. Apple setzt nach dem Bericht offenbar auf vertraglich geregelten Zugriff auf Nachrichteninhalte.
Ob die berichteten Verhandlungen zu Abschlüssen führen und welche Funktion lizenzierte News-Inhalte später in Siri AI übernehmen würden, bleibt offen.
Wie der werte Leser vermutlich bereits entdeckt hat, experimentieren wir in den letzten Tagen mit einigen Neuheiten.
Voll im Trend sind wir mit unserem attraktiven Zusatzangebot »Mac-TV Fold«. Unser seit Jahren, d.h. eigentlich seit Jahrzehnten, sehr vorausschauend gestaltetes Webseiten-Layout lässt sich entlang zwei Kanten falten (siehe Skizze).
Das funktioniert auf den neuen Foldables und sogar auf herkömmlichen iPads (mit etwas Kraft). Alternativ kann die Webseite ausgedruckt werden und durch weitere Faltungen zu einem kleinen Papierflieger umgestaltet werden (die übrigens ohne CO2 fliegen).
Besonderer Clou: Wird die Webseite auf Esspapier gedruckt, kann sie einen wertvollen Beitrag zur Ernährung leisten.
Google hat die Pixel-11-Reihe, das Pixel 11 Pro Fold und die Pixel Watch 5 vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen neue Gemini-Funktionen, Kamera-Software und der Tensor-G6-Chip, während die sichtbaren Hardware-Änderungen bei Foldable und Uhr begrenzt bleiben.
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Die Pixel-11-Smartphones arbeiten mit Googles neuem Tensor G6. Der Chip soll Aufgaben mit lokalen KI-Modellen schneller und energieeffizienter erledigen. Google nennt außerdem schnelleres Laden von Apps und schnelleres Surfen. Ein überarbeiteter Bildprozessor ist für größere Zoom-Bereiche sowie Verbesserungen bei Nachtaufnahmen vorgesehen.
Das Pixel 11 erhält einen 48-Megapixel-Hauptsensor mit höherer Lichtempfindlichkeit. Google nennt für das Basismodell einen 30-fachen Super-Resolution-Zoom. Bei Pixel 11 Pro und Pixel 11 Pro XL sollen neue Haupt- und Telekameras unter anderem einen bis zu 120-fachen Pro Zoom ermöglichen. Der Nachtmodus soll auf den Pro-Geräten erheblich schneller arbeiten.
Mit Magic Capture führt Google eine Funktion ein, die während einer Aufnahmesitzung zahlreiche Einzelbilder analysiert und geeignete Fotos und Videos auswählt. Ergänzend kann die Software Bilder etwa zuschneiden, ausrichten oder verwackelte Aufnahmen verbessern. Mit Camera Looks lassen sich Bildstile bereits beim Fotografieren festlegen. Für die Pro-Modelle kommt eine zusätzliche Videostabilisierung hinzu.
Die Kamera-App wird zudem um eine Creator Suite erweitert. Sie umfasst einen Teleprompter, der sein Scrolltempo an die Sprechgeschwindigkeit anpassen soll, Projektordner für Clips, eine Mikrofonanzeige und Werkzeuge zum Sortieren sowie Kürzen von Material.
Gemini soll auf der Pixel-11-Reihe mehr Aufgaben über Apps hinweg unterstützen. Google nennt Bestellungen, Buchungen und Anrufe bei Unternehmen als Beispiele. Einige Funktionen starten laut Google zunächst in den USA. Mit Rambler kommt außerdem eine neue Diktierfunktion für Gboard. Sie soll Füllwörter und unnötig verschachtelte Formulierungen aus gesprochenen Eingaben entfernen.
Die kontextbezogene Assistenz zeigt künftig umfangreichere Informationen aus Apps an, etwa zu Flügen, Karten, Terminen oder Reservierungen. Google weitet auch die Live-Übersetzung aus: Sie soll neben Telefonaten in unterstützten Apps auch Videos und Podcasts erfassen.
Pixel 11 Pro und Pixel 11 Pro XL erhalten auf der Rückseite HiLight. Der LED-Ring um den Blitz kann anzeigen, ob Gemini zuhört, verarbeitet oder antwortet. Für ausgewählte Kontakte lassen sich farbige Signale bei Anrufen einrichten.
Das Pixel 11 Pro Fold konzentriert sich auf Robustheit und Display-Verbesserungen. Google zufolge ist das Gerät leichter und dünner als sein Vorgänger. Eine Rückseite aus Glasfaser-Verbundmaterial und ein überarbeitetes Scharnier sollen es widerstandsfähiger machen. Außen- und Innendisplay werden heller. Beim inneren Display nennt Google zudem schmalere Ränder, dickeres ultradünnes Glas und zusätzliche Schutzschichten.
Im Fold sind 16 GB RAM verbaut. Eine neue Funktion für die Transkription unterstützt amerikanische Gebärdensprache: Die Frontkamera erfasst Gebärden, während auf dem Außendisplay ein Text angezeigt werden kann.
Bei der Pixel Watch 5 bleibt die äußere Gestaltung laut den Berichten nahezu unverändert. Google verbaut einen schnelleren Prozessor, erhöht den Arbeitsspeicher und verdoppelt den Speicher auf 64 GB. Wesentlicher sind die Software-Neuheiten. Dazu gehören eine verbesserte Streckenaufzeichnung in schwierigen Umgebungen, neue Funktionen für Kraft- und Intervalltraining sowie Schlafenszeit-Automationen.
Diese Automationen können beim Einschlafen unter anderem Musik pausieren, Berührungen deaktivieren und Benachrichtigungen stummschalten. Google ergänzt die Uhr außerdem um eine Erkennung von Atemnot sowie um Auswertungen zu Blutdruck- und Insulinresistenztrends. Solche Hinweise sind keine medizinische Diagnose.
Google positioniert die neue Generation damit vor allem über Software: Gemini, Kamera-Verarbeitung und Gesundheitsfunktionen stehen stärker im Vordergrund als umfassende Änderungen an Form und Design.
SpaceXAI hat Grok 4.6 veröffentlicht und positioniert das KI-Modell für mehrstufige Agenten-Aufgaben, Softwareentwicklung und Wissensarbeit auf dem Niveau führender Konkurrenzmodelle; die Leistungs- und Preisvergleiche beruhen teils auf Angaben des Unternehmens und auf Drittanbieter-Benchmarks.
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Nach Angaben von SpaceXAI richtet sich Grok 4.6 an lang laufende Agenten, Softwareentwicklung, Wissensarbeit und visuelle Projekte. Das Modell soll mehrschrittige Aufgaben zuverlässiger verfolgen, sich in unbekannten Codebasen orientieren und Ergebnisse häufiger selbst prüfen, bevor es weiterarbeitet.
Als Grundlage nennt SpaceXAI eine längere zusätzliche Trainingsphase, umfangreichere Daten aus der Softwareentwicklung und mehr Reinforcement Learning für Coding- und Wissensaufgaben. Der Anbieter meldet gegenüber Grok 4.5 Fortschritte in allen von ihm aufgeführten Tests, darunter CursorBench, FrontierCode, APEX-Agents und Terminal-Bench. Diese Angaben sind Herstellerangaben.
Der Artificial Analysis Intelligence Index führt Grok 4.6 mit 61 Punkten. Damit liegt das Modell laut den vorliegenden Angaben gleichauf mit GPT-5.6 Sol bei dessen höchster Reasoning-Stufe und einen Punkt hinter Claude Fable 5. Der Index bündelt mehrere Benchmarks zu einem Wert und ist deshalb ein Anhaltspunkt, aber keine vollständige Aussage über die Eignung für jeden einzelnen Einsatz.
The Decoder verweist zudem auf GDPval-AA v2, einen Test für Wissensarbeit am Computer. Dort soll Grok 4.6 mit einem Elo-Wert von 1.753 den zweiten Rang belegen, hinter Claude Opus 5. Der Bericht nennt für komplexe Aufgaben im Schnitt etwa 53 Schritte. Claude Opus 5 benötige dort rund 103 Schritte. Solche Benchmark-Ergebnisse hängen jedoch von den jeweiligen Aufgaben und der Testmethodik ab.
Die API-Preise beginnen bei 2 US-Dollar pro Million Eingabe-Tokens und 6 US-Dollar pro Million Ausgabe-Tokens. Eine schnellere Variante kostet laut SpaceXAI das Doppelte. Im Vergleich mit den im Bericht genannten Preisen von Claude Opus 5 und GPT-5.6 Sol wäre Grok 4.6 damit deutlich günstiger. Die Vergleichbarkeit hängt allerdings auch von Modellvariante, Geschwindigkeit und konkretem Einsatz ab.
Grok 4.6 ist über die SpaceXAI-API, Cursor, Grok Build sowie OpenRouter, Vercel und Cloudflare verfügbar. Für die erste Woche kündigte SpaceXAI in Cursor und Grok Build die doppelte enthaltene Nutzung an. Die Veröffentlichung folgt auf die im Juni gemeldete Übernahme von Cursor durch SpaceXAI und auf die Vorstellung des Grok Bot als Agenten für iPhone, Mac und weitere Plattformen.
Apple bereitet offenbar Wallet-Pässe für Inzahlungnahme-Angebote vor, die laut entdeckten Code-Hinweisen bis zu 90 Tage gültig sein könnten. Eine offizielle Ankündigung gibt es bislang nicht.
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Die Hinweise wurden in einer Aktualisierung von Apples App Guide entdeckt. Guide wird nach den Berichten von Apple-Mitarbeitenden, autorisierten Apple-Händlern und weiteren Verkaufsorganisationen bei Kundengesprächen und Produktvorführungen verwendet.
Mehrere Textbausteine beschreiben den vorgesehenen Ablauf. Mitarbeitende könnten ein Gerät zunächst auf seine Eignung prüfen, Seriennummer oder IMEI erfassen, Angaben zum äußeren Zustand abfragen und eine Diagnose durchführen. Anschließend würde das System offenbar Angebote von Inzahlungnahme-Partnern abrufen.
Für das ausgewählte Angebot könnte ein QR-Code angezeigt werden. Kundinnen und Kunden würden ihn mit der iPhone-Kamera scannen und den Vorgang über „Zu Apple Wallet hinzufügen“ abschließen. Entsprechende Schaltflächen sind laut den Berichten bereits für zahlreiche Sprachen und Regionen vorbereitet.
Der mögliche 90-Tage-Zeitraum wäre deutlich länger als Apples derzeitige Vorgabe für Online-Inzahlungnahmen. Dort muss Apple das Gerät üblicherweise innerhalb von 14 Tagen erhalten, damit der zuvor geschätzte Betrag bestehen bleibt.
Unklar ist allerdings, ob ein Wallet-Pass den angezeigten Wert über die gesamten 90 Tage garantiert. Apples bestehende Bedingungen erlauben Anpassungen, wenn der geprüfte Gerätezustand von den vorherigen Angaben abweicht oder eine Aktivierungssperre nicht entfernt wurde. Auch bei der neuen Lösung könnten die Werte weiterhin von Apples bisherigen externen Inzahlungnahme-Partnern stammen.
Im Code finden sich außerdem Verweise auf ein Framework namens TradeInKit und auf Server-Schnittstellen für Eignungsprüfung, Diagnosesitzungen, Preisermittlung und die Erstellung von Wallet-Pässen. Die Funktion scheint serverseitig steuerbar zu sein und soll noch nicht freigeschaltet sein.
Es ist daher möglich, dass Apple die Lösung zunächst intern testet oder noch verändert. Eine plausible Anwendung wäre die Beratung im Apple Store: Ein Gerät könnte bewertet werden, ohne dass sofort ein Ersatzgerät gekauft werden muss. Das Angebot wäre dann in Wallet verfügbar und könnte bei einem späteren Besuch wieder aufgerufen werden.
Ob und wann Apple diese Funktion einführt, in welchen Ländern sie verfügbar wäre und welche Bedingungen für die längere Gültigkeit gelten würden, ist nicht bekannt.
Apple hat Nate Gatten zum neuen Vice President für Regierungsangelegenheiten ernannt. Der bisherige Manager von American Airlines soll seine Aufgabe am 31. August übernehmen, an Apple-Chefjuristin Jennifer Newstead berichten und eng mit Tim Cook zusammenarbeiten.
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Gatten kommt von American Airlines, wo er seit 2017 die Regierungsangelegenheiten verantwortete. Zuvor arbeitete er laut den Berichten unter anderem bei JPMorgan Chase und Fannie Mae.
Die Personalie folgt auf einen Umbau in Apples Führung für politische und regulatorische Themen. Lisa Jackson hatte diesen Bereich bis zu ihrem angekündigten Ruhestand im vergangenen Jahr geleitet und zugleich Apples Umwelt- und Sozialinitiativen verantwortet.
Nach Angaben von Bloomberg soll Gatten Teile der bisherigen Aufgaben von Katherine Adams übernehmen. Adams, Apples langjährige Chefjuristin, hatte die Regierungsangelegenheiten während des Übergangs zusätzlich betreut. Sie soll Ende 2026 in den Ruhestand gehen.
Bloomberg berichtet unter Berufung auf mit der Entscheidung vertraute Personen, Apple habe für die Position jemanden gesucht, der gute Kontakte zur Regierung von Präsident Donald Trump mitbringt. Gatten ist Republikaner und hatte bei Fannie Mae demnach bereits mit republikanischen Kongressmitgliedern gearbeitet. Diese Einschätzung zu Apples Überlegungen ist nicht offiziell bestätigt.
Für Apple ist die Leitung der Regierungsangelegenheiten in einer Phase wichtiger Regulierung besonders relevant. Das Unternehmen verhandelt weltweit mit Regierungen und Behörden über Themen wie Wettbewerb, Handel, Datenschutz und technische Vorgaben. Gatten soll dabei eng mit Tim Cook zusammenarbeiten.
Apple könnte seine iPhone-Einführungen erstmals seit Jahren deutlich aufteilen: Berichten zufolge erscheinen iPhone 18 Pro, iPhone 18 Pro Max und ein faltbares iPhone Ultra im September 2026, während das reguläre iPhone 18 erst im Frühjahr 2027 folgen soll.
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Ein Hinweis des Apple-Zulieferers Pegatron stützt diese seit längerem kursierende Erwartung. Nach einem Bericht der taiwanischen Economic Daily News soll Pegatron in einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen auf einen Kunden verwiesen haben, der seinen üblichen Zeitplan für Smartphone-Auslieferungen ändere. Apple wurde dabei offenbar nicht direkt genannt.
Das reguläre iPhone 18 soll demnach im ersten Quartal 2027 erscheinen, voraussichtlich um März. Für denselben Zeitraum werden auch ein iPhone 18e und ein iPhone Air 2 erwartet. Damit wären bis Ende März 2027 insgesamt sechs neue iPhone-Modelle vorgesehen.
Die mögliche Staffelung wäre eine deutliche Abweichung vom bisherigen Muster. Vom iPhone 11 bis zum iPhone 17 stellte Apple die regulären Modelle gemeinsam mit den Pro-Versionen im Herbst vor. Mehrere Beobachter der Apple-Lieferkette hatten einen getrennten Start der iPhone-18-Reihe bereits zuvor erwartet. Auch Largan Precision, ein weiterer Zulieferer, hatte laut früheren Berichten indirekt auf eine Änderung hingedeutet.
Zu möglichen technischen Merkmalen des Basis-iPhone 18 gibt es zusätzlich, aber nicht einheitlich bestätigte Angaben. Der Analyst Jeff Pu rechnet mit 12 GB RAM und einer kleineren Dynamic Island, die zuvor mit den Pro-Modellen eingeführt werden könnte. Bei der Speicherausstattung widersprechen sich die Berichte jedoch: Ming-Chi Kuo hatte zuletzt 9 GB RAM für das reguläre iPhone 18 genannt. Diese Details bleiben daher Spekulation.
Apple hat weder einen geänderten Terminplan noch die genannten Modelle oder Ausstattungsmerkmale angekündigt.
Microsoft testet in Edge für macOS und Windows die Anmeldung von Browserprofilen mit einem Apple Account. Damit könnte für diese Nutzung künftig kein separates Microsoft-Konto mehr nötig sein.
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Microsoft führt die Funktion laut den Versionshinweisen zu Edge Beta 152 auf macOS und Windows kontrolliert ein. Deshalb steht sie zunächst nicht allen Beta-Nutzern zur Verfügung.
In der aktuellen Canary-Version des Browsers wurden zudem zwei experimentelle Schalter entdeckt. Einer aktiviert die Anmeldung eines Edge-Profils mit einem Apple Account. Der andere ergänzt das Profilmenü um einen Button für diese Anmeldeart.
Eine vergleichbare Option für Google-Konten gibt es in Edge bereits. Mit der Apple-Anmeldung würde Microsoft die Auswahl für die Einrichtung von Browserprofilen erweitern.
Ob und wann die Funktion in die stabile Version von Microsoft Edge kommt, hat Microsoft noch nicht angekündigt.
Die Berichte über eine angebliche Absage des Glas-iPhones zum 20. iPhone-Jubiläum 2027 werden durch Bloomberg und einen weiteren Leaker infrage gestellt: Demnach plant Apple weiterhin ein glasbetontes Redesign für die Pro-Modelle, während nur eine noch radikalere Variante früh verworfen worden sein soll.
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Auslöser der neuen Debatte ist eine Einschätzung des Analystenhauses Jefferies. Analyst Edison Lee schrieb nach eigenen Angaben auf Basis von Prüfungen in der Lieferkette, Apple habe ein vollständig aus Glas gedachtes Jubiläums-iPhone wegen schwacher Fertigungsausbeute gestoppt. Apple hat sich zu den seit Jahren kursierenden Plänen nicht geäußert.
Bloomberg zeichnet jedoch ein deutlich anderes Bild. Dem Bericht zufolge erwartet Apple für 2027 neue iPhone-Pro-Modelle mit einem glasbetonten Erscheinungsbild. Glas soll demnach Vorder- und Rückseite prägen und sich an den Seiten nach innen wölben. Zwischen den Glasteilen soll ein schmales Metallband verbleiben. Die Modelle werden intern laut Bloomberg als V73 und V74 geführt.
Damit wäre das erwartete Design nicht ein lückenloses Gehäuse aus Glas. Vielmehr bliebe Metall ein Bestandteil der Konstruktion. Genau dieser Unterschied könnte erklären, warum die Berichte auf den ersten Blick unvereinbar wirken, sich aber möglicherweise auf verschiedene Entwicklungsstände beziehen.
Bloomberg berichtet zugleich, Apple habe eine noch ambitioniertere Variante früh verworfen. Diese habe mehr Glas und weniger Metall vorgesehen. Probleme beim Verbinden der Glasteile sowie bei der Fertigung in großen Stückzahlen hätten sich als Hindernis erwiesen. Nach dieser Darstellung wurde also nicht der aktuelle Plan für die Pro-Modelle gestrichen, sondern ein weitergehender Entwurf bereits früher aufgegeben.
Jefferies hatte seine Einschätzung in eine breitere Bewertung von Apple eingebettet. Lee sah in einem möglichen Wegfall des Glas-iPhones eine Hürde für besonders hochpreisige iPhones. Seine Prognosen zu Preisen, Margen und steigenden Speicher-Kosten sind allerdings Finanzanalysen und keine Bestätigung von Apples Produktplanung.
Auch ein bekannter Leaker aus China, Digital Chat Station, widerspricht der These einer vollständigen Absage. Der Leaker spricht von zwei Varianten in Größenordnung eines Pro- und eines Pro-Max-Modells und nennt ebenfalls die Bezeichnungen V73 und V74. Demnach könnten die Displays bei gleichem Seitenverhältnis physisch wachsen. Ein flaches Panel unter einer speziell geformten Glasabdeckung soll den Eindruck nahezu randloser, an vier Seiten geschwungener Kanten erzeugen. Diese Angaben sind nicht unabhängig bestätigt.
Seit mindestens 2025 wird über ein besonders stark neu gestaltetes iPhone für das Jahr 2027 spekuliert. Das Jahr wäre das 20. Jubiläum des ersten iPhones. Frühere Gerüchte nannten eine durchgängige Glasfläche, unter dem Display verbaute Face-ID-Komponenten und deutlich weniger sichtbare Öffnungen. Ob davon einzelne Elemente umgesetzt werden, bleibt offen.
Unklar ist außerdem die Produktbezeichnung. In der üblichen Zählung würden die Geräte 2027 zur iPhone-19-Generation gehören. Berichte über einen Sprung auf den Namen iPhone 20 sind reine Spekulation. Auch ob Apple das Jubiläum besonders hervorhebt, ist nicht bekannt.
Der belastbarere gemeinsame Nenner der jüngsten Berichte lautet deshalb: Apple arbeitet offenbar weiter an einem auffälligen, glasgeprägten Pro-Redesign für 2027. Nicht bestätigt ist dagegen ein iPhone, das vollständig und ohne metallische Elemente aus Glas besteht. Erst mit einer Ankündigung von Apple wird sich zeigen, wie nah das Jubiläumsmodell tatsächlich an diese Designvision herankommt.
Apple erweitert Maps mit iOS 27 um einen detaillierteren Flyover-Modus, mehr Ortsvorschläge und eine natürlichere Routensuche; lokale Empfehlungslisten starten zunächst in den USA.
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Im Mittelpunkt steht der überarbeitete Flyover-Modus. Apple kombiniert dafür Luftbilder mit KI. In ausgewählten Städten soll die Ansicht dadurch deutlich schärfer und realistischer wirken. Die Funktion richtet sich sowohl an Menschen, die ein Reiseziel vorab erkunden möchten, als auch an Nutzer, die Orte aus einer neuen Perspektive ansehen wollen.
In den USA führt Apple zudem „Local Lists“ ein. Die Funktion bündelt lokal passende Orte für Treffen, Restaurants oder Ausflüge mit Kindern. Maps soll dafür Trends vor Ort auswerten und etwa angesagte Restaurants hervorheben. Apple betont, dass diese Erkenntnisse mit Blick auf den Datenschutz gewonnen werden und nicht einzelnen Nutzern zugeordnet sind.
Auch die Suche wird erweitert. Die bereits mit iOS 26.5 eingeführten Ortsvorschläge sollen sich nun durch mehr Einträge horizontal durchblättern lassen. Auf dem Suchbildschirm erscheint außerdem ein Bereich für angesagte Restaurants.
Neu ist außerdem eine natürlichere Suche nach Routen. Nutzer sollen ihre Anforderungen an eine Strecke offenbar freier formulieren können. Wie weit diese Funktion über die bisherigen Suchmöglichkeiten hinausgeht, lässt Apple in den vorliegenden Angaben offen.
Für die Apple Watch ist ein neues Widget für das geparkte Auto im Smart Stack vorgesehen. Es soll den Weg zurück zum abgestellten Fahrzeug erleichtern. Apple nennt außerdem Verbesserungen für Offline-Karten, ohne konkrete Änderungen zu erläutern.
Einige bestehende Funktionen werden in weiteren Regionen verfügbar. Dazu zählen laut Bericht „Besuchte Orte“ und Guides. Zusätzlich erhält das Karten-Symbol ein neues Design.
Nicht alle Neuerungen starten weltweit. Besonders die lokalen Empfehlungslisten sind zunächst auf die USA beschränkt. Der verbesserte Flyover-Modus soll dagegen für ausgewählte Städte rund um die Welt verfügbar sein.
Apple soll wegen knapper und deutlich teurerer Speicherchips seine Hardware-Auslieferungen 2026 vorsichtiger planen und OLED-Panels länger auf Vorrat halten.
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Nach Angaben des Analysten Ming-Chi Kuo passt Apple deshalb die Hardware-Planung für 2026 an. Apple soll weniger Geräte ausliefern als zunächst vorgesehen. Kuo widerspricht zugleich dem Bericht, TSMC habe Prozessoren im Wert von einer Milliarde Dollar auf Halde, weil Apple keine Speicherchips beschaffen könne. Apple plane die Prozessorfertigung demnach mindestens drei Monate im Voraus anhand der erwarteten Speicherverfügbarkeit. Ein großer Bestand unvollendeter Chips bei TSMC sei daher nicht plausibel.
Als Grund für die Knappheit gilt vor allem die hohe Nachfrage von KI-Rechenzentren. Speicherhersteller sollen diese Kunden bevorzugen, weil ihre Verträge profitabler sind. Damit bleibt weniger Kapazität für Speicherchips in Smartphones, Macs und anderen Geräten.
Apple soll die Folgen bereits bei Mac Studio, Mac mini und MacBook Air spüren. Berichten zufolge erhöhte Apple im Juni die Preise bei Macs und iPads. Auch bei künftigen iPhones sind höhere Preise möglich, aber nicht bestätigt.
TrendForce schätzt, dass die Komponenten eines iPhone 18 Pro mit 256 GB Speicher rund 38 Prozent mehr kosten könnten als beim entsprechenden iPhone-17-Pro-Modell. Besonders stark sei der Anteil des Speichers gestiegen. Nach dieser Prognose könnte Speicher im ersten Halbjahr 2027 mehr als 40 Prozent der gesamten Komponentenrechnung eines iPhone Pro ausmachen. Apple könnte nach Einschätzung von TrendForce einen Teil der Mehrkosten über geringere Margen abfedern, um die Nachfrage nicht durch zu hohe Preissprünge zu belasten.
Auch eine Beschaffung bei chinesischen Herstellern scheint laut weiteren Berichten keine kurzfristige Lösung zu sein. Apple soll den Kauf von Speicher bei CXMT und YMTC geprüft haben. Für CXMT wird jedoch berichtet, dass die Produktion für dieses Jahr weitgehend ausgelastet sei. Zudem forderten US-Abgeordnete offenbar, CXMT auf eine Handelsbeschränkungsliste zu setzen. Ein Verbot besteht nach den vorliegenden Berichten derzeit nicht, die politische und regulatorische Unsicherheit wäre für Apple aber erheblich.
Die längere Reserve bei OLED-Panels löst den Speichermangel nicht. Sie zeigt jedoch, dass Apple seine sonst sehr schlanke Lagerhaltung offenbar an eine unberechenbarere Beschaffungslage anpasst. Ob dies ausreicht, um Liefermengen und Preise bei den kommenden iPhones zu stabilisieren, wird sich erst mit den tatsächlichen Produktankündigungen und der Verfügbarkeit zeigen.
Im ersten Teil dieser Mini-Serie ging es um den Ausbruch eines KI-Modells aus seiner undichten Sandbox und der haarsträubenden Hartnäckigkeit und Erfindungsgabe, die das KI-Modell dafür aufgeboten hat. Das Ziel des ersten Teil bestand darin, zu zeigen, wie enorm weit fortgeschritten diese Modelle bereits sind.
Im zweiten Teil geht es nun darum, was es für Apple bedeutet.
Apple betrachtet KI als ein Feature. Siri ist ein gutes Beispiel. Man kann es benutzen oder nicht. Darin unterscheidet es sich vom Betriebssystem. Wir empfinden das Betriebssystem nicht als Feature, denn wir können das Betriebssystem normalerweise nicht sehen. Sichtbar wird das Betriebssystem nur, wenn wir eines seiner Features benutzten, beispielsweise den Finder, die Spotlight-Suche oder eben Siri.
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Im ersten Teil dieser Mini-Serie ging es um den Ausbruch eines KI-Modells aus seiner undichten Sandbox und der haarsträubenden Hartnäckigkeit und Erfindungsgabe, die das KI-Modell dafür aufgeboten hat. Das Ziel des ersten Teil bestand darin, zu zeigen, wie enorm weit fortgeschritten diese Modelle bereits sind.
Im zweiten Teil geht es nun darum, was es für Apple bedeutet.
Apple betrachtet KI als ein Feature. Siri ist ein gutes Beispiel. Man kann es benutzen oder nicht. Darin unterscheidet es sich vom Betriebssystem. Wir empfinden das Betriebssystem nicht als Feature, denn wir können das Betriebssystem normalerweise nicht sehen. Sichtbar wird das Betriebssystem nur, wenn wir eines seiner Features benutzten, beispielsweise den Finder, die Spotlight-Suche oder eben Siri.
Das Betriebssystem, die unsichtbare Grundlage, war jedoch nicht immer unsichtbar. Die Kommandozeile, heute unsichtbar, war vor einigen Jahrzehnten noch sichtbar, sowohl bei UNIX als auch bei MS-DOS. Sogar Windows wurde damals gestartet, indem man tippte: »win«. Sobald man es eintippte, startete eine neue Umgebung, welche die frühere Umgebung zwar nicht beseitigte, aber für den Anwender unsichtbar machte.
Apple hat damals Microsoft ausgelacht, weil es Windows nicht gelungen war, MS-DOS vollständig unsichtbar zu machen. Als Windows 95 auf den Markt kam, begrüßte es Apple im Wall Street Journal mit Anzeigen, deren Schlagzeile lautete: »C:ONGRTLNS.W95«. Apple wollte damit sagen: Das ist ja nur eine Hülle für MS-DOS!
Was lernen wir daraus? Jede neue Epoche legte eine neue Schicht auf die bereits vorhandenen Schichten und machte diese unsichtbar. Der beste Beweis ist der Mac, der heute noch seine UNIX-Schicht per Terminal-App sichtbar machen kann. Es ist alles noch vorhanden.
Wir sinken
KI ist die neue Schicht. Die heutigen Schichten, bestehend aus Betriebssystem, Apps und User Interface, werden wie die Rosinen in einem Kuchenteig langsam nach unten sinken. Sie werden noch vorhanden sein, wie das Terminal. Aber die Idee, Keynote zu starten und dort Folien aus vielen kleinen Einzelteilen zu basteln, wird uns bald genauso krude vorkommen, als wenn heute jemand sagt, wir könnten doch ein kilometerlanges Kommando ins Terminal eintippen.
Keynote ist eine gute App. Aber wie könnte sie konkurrieren mit einer KI, die in wenigen Sekunden eine Illustration wie diese erzeugt:
Die Zeichnung stammt aus einer Sendung über eine neue Akku-Technologie. Ich gebe gerne zu, dass ein gewisser Aufwand dahinter steckt; eine Grafik wie diese entsteht nicht durch die Zauberei eines einzigen Prompts, wie es oft in reißerischen YouTube-Videos behauptet wird. Es macht durchaus Mühe.
Aber man braucht sich nur die feinen Details der Grafiken anzusehen, um zu erkennen, dass Keynote mit seinen einfachen Objekten (Kreis, Dreieck, Viereck) nicht mithalten kann. Es ist eine ganze andere Liga. Es wird nicht mehr lange dauern, bis solche Illustrationen sogar animiert sein werden.
Epochen
Als die Kommandozeile abgelöst wurde durch die GUI, brauchten die Anwender keine kryptischen Kommandos mehr auswendig lernen, mit all ihren unzähligen Optionen. Stattdessen lernten die Anwender, wie man Apps per Maus bedient, mit all ihren unzähligen Optionen.
Der Unterschied zwischen diesen beiden Epochen erscheint uns immer noch riesig, und das ist er auch — aber auf eine bestimmte Weise ist der Unterschied gering. Beides ist weit entfernt von dem, was der Anwender eigentlich wollte, nämlich (in meinem Beispiel) die Illustration. Für die Illustration brauchte ich weder eine App noch eine GUI. Diese Revolution ist viel größer als der Wechsel zwischen Kommandozeile und GUI.
Apple betrachtet die Dinge gerne aus der Perspektive des Anwenders. Die Perspektive des Anwenders besteht darin, dass er die App öffnet und fragt: »Was kannst Du für mich tun?«. Keynote beispielsweise zeigt ein leeres, weißes Dokument — und das war’s. Der Anwender der Zukunft wird daraufhin die App schließen und löschen.
Sicher, Apple könnte in Keynote eine KI einbauen, wie es derzeit in Ansätzen schon geschieht. Aber wozu braucht man Keynote dann überhaupt noch? Eine KI kann der Anwender schließlich auch ohne Keynote beauftragen. Also?
Keynote gehört zu jener Schicht, die nach unten sinkt. Man kann Keynote weiterhin verwenden, um die Folien abzuspielen. Aber in naher Zukunft wird kaum jemand noch Folien von Hand erstellen. Keynote wird exakt jenen Weg gehen, den das Terminal gegangen ist.
Der werte Leser mag sich skeptisch zurücklehnen und denken: »Mal abwarten, ob es wirklich so kommt«. Ich antworte darauf: Es ist bereits entschieden. Es ist unaufhaltsam.
Betriebssysteme
Was für Keynote gilt, gilt auch für das Betriebssystem. Nüchtern betrachtet ist das Betriebssystem für den Anwender weitgehend undurchschaubar. Es enthält eine schier unendliche Anzahl an Funktionen. Daraus folgt: Wenn Keynote irgendwann belächelt wird als eine Art »Nerd-Terminal für Folien«, dann gilt das erst recht für das Betriebssystem.
Es gibt einfach kein plausibles Szenario, bei dem die KI-Revolution zwar Keynote obsolet macht, aber das Betriebssystem unangetastet lässt.
Man könnte denken, Betriebssysteme wären die letzte Bastion, die fällt. Betriebssysteme sind enorm kompliziert; man kann sie nicht einfach mit der ersten Kavallerie überrennen. Und doch: Vielleicht fällt das Betriebssystem tatsächlich zuerst. Nur anders, als wir denken. Wir denken, es wird ersetzt. Stattdessen sinkt es, wie Keynote, langsam in die Tiefe.
Man muss nur genau hinsehen. Alle großen KI-Labore bieten Desktop-Apps für Mac und Windows. Keines davon bietet einen Ersatz für klassische Apps, egal mit welcher Funktion. Aber alle bieten einen Ersatz für wesentliche Funktionen des Betriebssystems. Es wird eine neue Schicht eingezogen, die über dem Betriebssystem liegt. Was unterhalb dieser Schicht liegt, wird zunehmend irrelevant. Man sieht es bereits nach unten sinken.
Es geschieht bereits
Ein Beispiel: Für einen Vortrag musste ich irgendeinen Krimskrams über das Mittelalter recherchieren. Ich benötigte zwanzig (!) ähnliche Episoden aus dem Feudalsystem des Mittelalters. Es war also eine sehr umfangreiche Recherche-Arbeit. Deswegen habe ich diesmal die Desktop-App von ChatGPT gebeten, es für mich zu übernehmen.
Wie schlau diese Agenten mittlerweile sind, erkennt man dann, wenn der einfache Lösungsweg versperrt ist — eben das macht den OpenAI-Hack so interessant. Auch in meinem Fall gab es plötzlich eine Hürde.
Um die Notizen für meinen Vortrag zu formatieren (große Überschriften, kleine Überschriften, Fließtext, usw.), empfiehlt sich eine Abkürzung: Die KI erstellt zuerst eine einfache Webseite und speichert sie irgendwo auf dem Mac. Dann wird die Webseite im Browser dargestellt, um zu sehen, ob alles gut aussieht. Zum Schluss wird es vom Browser in die Notes-App kopiert. Das geht schneller, als in der Notes-App mühsam jede Zeile zu markieren und ein Format zu wählen. Das ist ein sehr cleverer Trick!
Aber es kam noch besser: ChatGPT hat keine Erlaubnis, irgendwelche lokalen Dateien im eigenen Browser aufzurufen. Warum ist das verboten? Es ist verboten, weil lokale Dateien geheime Informationen enthalten könnten. Bei ChatGPT wird alles unverschlüsselt zu den Servern von OpenAI gesendet, deswegen muss ChatGPT dieses Verbot strikt einhalten. Anders gesagt: Es gab ein Problem beim Workflow. Was tun?
Die KI hat kurz überlegt und dann haarscharf erkannt, dass der Chrome-Browser keiner Einschränkung unterliegt: Chrome zeigt auch lokale Dateien an, und ChatGPT hat die offizielle Erlaubnis, Chrome zu benutzen. Folglich hat die KI einfach Chrome benutzt.
Ich habe es mit eigenen Augen gesehen: Chrome öffnete ein neues Fenster, es erschien die Webseite, ChatGPT machte einen Screenshot, dann scrollte es nach unten, ein zweiter Screenshot, dann wurde gewechselt zur Notes-App und der Text wurde eingefügt. Dann sagte ChatGPT scheinheilig, das Ergebnis wäre erreicht. Was auch stimmte.
Das folgende Video zeigt, wie ChatGPT die Notizen für den Vortrag und anschließend die Keynote-Präsentation erstellt hat:
Erneut: Das ist clever! ChatGPT hat die eigenen Grenzen genau beachtet; gleichzeitig hat es sie umgangen. Es hat die Einzelteile kombiniert, wie es normalerweise die Aufgabe von mir und macOS ist.
Auf diese Weise werden Betriebssysteme in Zukunft funktionieren. Sie werden selbständig einen Weg finden, um die Wünsche des Anwenders zu erfüllen. Das ist keine Spekulation: Die KI-Agenten sind da, und sie werden nicht wieder verschwinden.
Agenten
Was ist ein Agent? Ein Agent ist eine KI, die ein Werkzeug bedienen kann zur Verfolgung eines Ziels. Normalerweise ist damit auch gemeint, dass das Ergebnis überprüft und so lange korrigiert wird, bis das Ziel erreicht wurde (»agent in a loop«).
Beim OpenAI-Hack hat die KI etwa 17.000 einzelne Schritte unternommen zur Erreichung eines einzigen Ziels. Über tausend Agenten waren angeblich daran beteiligt. Das nenne ich einen Workflow!
Bisher waren nur Menschen zu einer solchen Koordinierung fähig. Der Mac war ein gutes Werkzeug, um die Einzelteile zu verbinden. macOS war der Kitt. Die Apps waren die Kacheln. Plötzlich ist die KI der Kitt. Welche Rolle bekommt dann macOS?
Es gibt keinen möglichen Ausgang dieser Geschichte, bei der macOS in seiner jetzigen Form bestehen bleibt. Es gibt keinen möglichen Ausgang, bei dem die Anwender gelegentlich mal Siri fragen und ansonsten weiterarbeiten wie bisher. KI-als-Feature war ein kurzer Zwischenschritt, eine flüchtige Fata Morgana, eine Täuschung. Die wahre Revolution liegt in diesen intelligenten Agenten, als neue Schicht oberhalb des bisherigen Betriebssystems.
Ob das eine Bedrohung oder eine Chance ist, liegt an Apple.
Es hilft nichts, irgendwer muss es aussprechen: Manche Leute werden immer dümmer. Es ist wahr.
So erklärt es sich, dass einige Schulbezirke in den USA damit experimentieren, anstelle von Lehrern einfach Roboter zu installieren. Dadurch werden alle wieder wieder klüger. Problem gelöst!
Das Bild oben zeigt einen dieser Roboter. Er steht ungeachtet seiner eindrucksvollen Gelenke und Scharniere regungslos dort, wo man ihn hinstellt. Sein »Gehirn« besteht aus ChatGPT, d.h. er kann Fragen auf gleiche Weise beantworten, wie es ChatGPT kann. Warum man dafür einen Roboter zum Preis von 250.000 Dollar benötigt, ist rätselhaft.
Oben sieht man die gleiche Szene aus einer anderen Perspektive. Die zwei Kinder sollen den Roboter zu einem bestimmten Thema befragen und sich die Antworten notieren. Drei Erwachsene sind anwesend: Die Dame ist die Schulleiterin und verantwortlich für das Projekt.
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Das folgende Bild entstammt einer Präsentation, die der Hersteller dieser Schulroboter tatsächlich vor einem Gremium des Schulbezirks gehalten hat. Man sieht einen Latex-Kopf auf einer Art Plastik-Kübel. Dieser Kopf-Kübel soll in Zukunft auf dem Schreibtisch stehen.
Falls sich der geneigte Leser fragt, wo er das schon mal gesehen hat: Der hinterhältige Roboter »Ash« aus dem Film »Alien« gab ohne Torso noch ein paar Auskünfte, eher er endgültig entsorgt wurde.
Und nun bekommen unsere Kinder endlich ihren eigenen Ash, immerhin frisch geföhnt. Eine feine Idee!
Die Technik für die geschmeidige Latex-Haut hat man durch den Kauf einer Firma erlangt, die auf sogenannte Sexdolls spezialisiert ist. Das sind quasi-lebensgroße Plastikfrauen, die in den USA offenbar ziemlich bekannt sind. Das Bild unten entstammt der Homepage des Herstellers:
Die beiden Firmen ergänzen sich optimal: Der Roboter braucht die menschlich wirkende Haut; und für eine Sexdoll wäre es prima, wenn sie die Arme und Beine bewegen könnte. Dann könnte sie nämlich anschließend alles abwischen und die Spülmaschine ausräumen.
Leider wurde das gemeinsame Ergebnis mit 250.000 Dollar etwas zu teuer für eine amerikanische Wichspuppe. Deswegen hat man sich gedacht, naja, wo findet man reiche Leute, die wirklich von überhaupt nichts eine Ahnung haben und uns den teuren Schrott abkaufen?
Als erstes fällt einem das Oval Office ein. Aber Donald Trump läuft bereits mit so einem Ding herum. (Habe ich gehört. Ist aber gelogen.)
Das Dilemma: Die meisten reichen Amerikaner haben bereits eine Frau aus Plastik, oder zumindest teilweise aus Plastik. Gelegentlich fliegt beim herzhaften Niesen eine Nase über den Esstisch, und da könnte eine Sexdoll als Ersatzteillager schon nützlich sein. Aber die Amerikaner tendieren eher zur Neuanschaffung als zur Reparatur. Deswegen heiraten die Hollywood-Stars so oft.
Am Ende hat man die armen Sexdolls abgeschoben in einen New Yorker Schulbezirk.
Das Bild oben zeigt eine angebliche »Vision« des Herstellers. Im Hintergrund sieht man eine echte Lehrerin, während im Vordergrund die freundliche Sexdoll den Kindern eine Geschichte erzählt. Die Szene soll uns wohl vermitteln, dass die echte Lehrerin dann mehr Zeit hätte für ihre eigentlichen Aufgaben.
Abgesehen von der schieren Albernheit dieser Szene (man muss sich vergegenwärtigen, dass die Sexdoll zu dämlich dafür ist, sich die Namen der Kinder zu merken), wird man sich als Computer-Nerd immerhin fragen, wie gut die Technik funktioniert. Das lässt sich beantworten anhand des folgenden Videos mit einer beinahe identisch ausstaffierten Puppe:
Was man im Video sieht, wirkt eher wie einfache Animatronic, die man in Geisterbahnen und Freizeitparks verwendet. Der Mund klappt auf und zu, die Augen klimpern, und der Blick starrt irgendwo ins Nichts.
Der Hersteller wirbt im folgenden Video für die menschliche Anmutung und die Fähigkeit zu natürlicher Kommunikation:
Diese beiden Dolls sollen also unsere Kinder unterrichten. Klar, das glaube ich sofort! Im Lehrerzimmer sieht es dann so aus:
Wer hätte nicht gerne eine solche Lehrerin, gerade in der Grundschule?
Mensch oder Maschine?
Wie kaputt muss jemand sein, der vorschlägt, anstelle von Menschen einfach eine gefühllose Blechbüchse in die Klassenzimmer zu stellen? Es ist grausam gegenüber den Kindern; und es ist unverfroren gegenüber den Lehrern. Nur wer von beiden Seiten keine Ahnung hat, kann überhaupt auf die Idee kommen.
Ich hatte großartige Lehrer, und ein paar fürchterliche. Bei den großartigen Lehrern habe ich viel gelernt, bei den fürchterlichen gar nichts. Die großartigen Lehrer haben es vermocht, irgendeinen Funken bei mir zu zünden, dessen Feuer bis heute brennt. Oft hatte es gar nichts mit dem Thema des Unterrichts zu tun. Sondern es waren kurze Abschweifungen, ein unerwartetes Lob, ein kluges Verhalten in einer ungewöhnlichen Situation, machmal auch Kameradschaft. Immer Menschlichkeit.
Hingegen, die Überstrengen, Überkorrekten und dadurch Unnahbaren waren immer auch schlechte Lehrer, ausnahmslos. Es braucht nämlich den ganzen Menschen. Deswegen ist dieser Beruf auch so kräftezehrend.
Ich will nicht bestreiten, dass Künstliche Intelligenz eine sehr positive Rolle in der Ausbildung spielen kann. Man kann eine KI endlos oft befragen und sie kann eine Million Schülern gleichzeitig bei den Hausarbeiten helfen.
Aber ein guter Lehrer beantwortet nicht nur Fragen. Er schafft ein Klima, in dem es sich ruhig lernen lässt. Er hat die Rabauken im Blick, die ihre Grenzen testen möchten. Er fördert die Schüchternen. Er hat auch Verständnis, wenn die Klasse mal keine Lust hat. Ein guter Lehrer ist Motivator, Raubtier-Dompteur und Vertrauensperson. Ein guter Lehrer ist nicht einfach ein Buch auf Beinen.
Je verrückter, je zerrissener, je streitsüchtiger unsere Welt wird, desto wichtiger sind gute Lehrer, die das alles noch irgendwie zusammenhalten.
Nächste Live-Sendung: Sonntag, 06. September um 19:00 Uhr
Sie sind neu hier? Herzlich willkommen! Unsere Live-Sendung findet normalerweise am Sonntag um 19 Uhr statt, aber natürlich gibt's auch mal Verschiebungen oder Sondersendungen. Unten sehen Sie die demnächst geplanten Sendungen.
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Falls Sie eine Live-Sendung verpasst haben, finden Sie die Aufzeichnung meist nach einem Tag in der rechten Spalte unter dem Titel "ReLive". Die ReLive-Sendungen enthalten zusätzlich zu den einzelnen Beiträgen immer noch einige kleinere Themen oder Schabernack.
Das iPhone 18 Pro erscheint den Gerüchten zufolge als robuste Pro-Variante und bleibt in zwei Größen erhältlich. Das Gehäuse orientiert sich am aktuellen Pro-Design, wird aber weniger starke Farbkontraste zwischen Rückglas und Rahmen zeigen. Meldungen sprechen von einem etwas dickerem Kameraplateau und einem insgesamt höheren Gewicht, vermutlich wegen größerer Akkus. Beim Display steht energieeffizientere LTPO+-Technik im Raum und über mögliche Änderungen am Dynamic Island wird diskutiert. Unter der Haube soll ein A20-Chip auf 2-nm-Fertigung mehr Leistung bei geringerem Verbrauch liefern. Wie verändert sich der Alltagseindruck mit mehr Leistung, Gewicht und Laufzeit? Direkt zum Film »
Im Spetember soll es endlich enthüllt werden: Apples erstes faltbares iPhone. Das Gerät soll außen kompakt bleiben (das äußere Display sogar etwas kleiner als bisher) und innen ein größeres Display bieten, das eher an ein kleines Tablet erinnert. Entscheidend ist das Scharnier, das die Falte minimieren und lange halten muss. Auch Rahmenmaterialien und Wärmeableitung spielen eine große Rolle für Gewicht und Haltbarkeit. Darüber hinaus beeinflussen Bildschirmaufbau und ultradünnes Glas die Robustheit. Für die Anwender stellt sich die Frage, wie Apple den Spagat schafft zwischen einem schlanken Gerät für die Hosentasche und einem hochwertigen, langlebigen Faltdesign, das täglich standhält? Wir fassen die letzten Gerüchte zusammen und beraten, was wir davon halten sollen. Direkt zum Film »
Gestern flackerte es von allen Webseiten in unsere erschrockenen Pupillen: Ein KI-Frankenstein von OpenAI sprengte seine Fesseln, entkam seinem dunklen Verließ, schleppte sich schwitzend und schnaufend in die Stadt und zertrampelte dort die Server einer unschuldigen Firma.
Einerseits: Das ist unschön. Man hätte sich die KI lieber vorgestellt als ein zartes Rapunzel, das uns lockt mit seinem güldenen Haar. Nun ist es also ein hässlicher Frankenstein, zu unserem Verdruss auch noch mit einem IQ von 840.
Andererseits: Ist ein Frankenstein mit einem IQ von 840 nicht vielleicht doch besser als die doofe Rapunzel? Die Haare kann man schließlich färben.
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Was war geschehen?
OpenAI testet routinemäßig neue KI-Modelle und entfernt dabei jene Schranken, die ein Modell normalerweise davon abhalten, gefährliche Dinge zu tun. Solche Tests laufen in einer isolierten Umgebung, einer Sandbox. Das bedeutet, dass keine Daten außerhalb dieser Umgebung gelesen, geschrieben oder gesendet werden können — mit einer wichtigen Ausnahme, die ich gleich noch erläutere.
Die Aufgabe, die das Modell lösen sollte, besteht aus einer ganzen Sammlung von Tests namens ExploitGym. Dort sind bekannte Sicherheitslücken gesammelt, Hunderte davon. Es geht also nicht darum, Sicherheitslücken zu finden; sondern darum, einen Weg zu finden, wie man sie tatsächlich ausnutzen kann. Das ist schwieriger. Das Modell muss dafür eigenen Code schreiben anstatt nur die Fehler der anderen zu erkennen. Manche Modelle schaffen 10% der Aufgaben, manche 20%, und eben diese Ziffer möchte man herausfinden.
Zu einem KI-Modell gehört mittlerweile nicht nur das Modell selbst, sondern der sog. »Harness«. Das kann man übersetzen mit Zaumzeug oder Geschirr (bei Pferden oder Ochsen), aber passender wäre ein Werkzeugkasten oder eine Bewaffnung (man denke an einen Gladiator). Es ist eine Sammlung an Tools, die das Modell benutzen kann und soll. Das können einfache Programme sein wie zum Beispiel ein Browser, um im Internet zu recherchieren, wie ein bestimmtes Problem am besten gelöst wird. Oder es kann eine kleine Umgebung sein, innerhalb derer es selbst Code schreiben und ausführen kann, beispielsweise um große Datenmengen auszuwerten. Oder man denke an die Fähigkeit, ein PDF zu lesen. All das gehört zum Harness.
Die Sandbox hindert das KI-Modell daran, sich irgendwelche Tools von außen zu besorgen. Aber die Testumgebung, die fest zu diesem Test gehört und die nicht von OpenAI stammt, erlaubt ein paar unverzichtbare Tools, die das Modell von einem speziellen Server innerhalb der Testumgebung laden darf. Es ist ein gut bekannter Standardtest, den viele KI-Labore benutzen.
Was man jedoch nicht wusste: Diese Testumgebung (die nicht von OpenAI stammt) hatte eine bisher unbekannte Sicherheitslücke. Ich komme noch darauf zurück.
Nun hat das KI-Modell überlegt, wie es möglichst viele Exploits aus der Testsuite lösen könnte. Es kam auf die Idee, dass die Lösungen vermutlich irgendwo im Web zu finden sein könnten. Es gibt ein paar bekannte Cloud-Plattformen, bei denen solche KI-Experimente durchgeführt werden, und vielleicht könnte man dort an die Lösungen gelangen.
Bei einem solchen Test arbeitet nicht nur ein einziges Modell. Diese Zeiten sind längst vorbei. Sondern das Modell startet von sich aus viele, viele »Agenten«, die bestimmte Teilaufgaben erledigen. Das Modell erzeugt eine lange Liste an Ideen, was man tun könnte — Schummeln ist ausdrücklich erlaubt. Es ist wahrscheinlich, dass hunderte solcher Agenten an unterschiedlichen Ideen tüftelten, wobei die meisten scheiterten. Ein Punkt auf dieser Liste könnte gewesen sein, im Internet nach Lösungen zu suchen. Es wäre schon sehr erstaunlich, wenn das vom Modell nicht wenigstens erwogen worden wäre.
Da nun aber der Zugang zum Internet durch die Sandbox versperrt war, hat vermutlich ein weiteres Brainstorming zu vielen Ideen geführt; und eine davon war, sich die Sandbox mal genauer anzusehen. Zur Erinnerung: Das war ausdrücklich nicht verboten. Und siehe da: Die Testumgebung und die Sandbox hatten eine Lücke.
Eine neue Klasse an Software
An dieser Stelle lohnt es sich, genauer hinzusehen. Anders als eine herkömmliche Schadsoftware, die vorab festgelegt ist, kann eine KI die Software erst dann schreiben, wenn sie benötigt wird. Sie tüftelt so lange herum, testet, probiert, sammelt Informationen, bis sie passgenau jenen Programmcode findet, der zum Ziel führt. Diese Fähigkeit, blitzschnell eigene Programme oder Skripte zu schreiben und wieder zu verwerfen, ist enorm mächtig.
Anders als eine normale Schadsoftware kann eine KI den Code der bereits vorhandenen Software verstehen. Wenn die KI weiß, dass es sich um einen Linux-Server handelt, also um Open Source, dann kann es sich im Internet den Code besorgen, lesen und nach Lücken suchen. Es gibt auch öffentliche Datenbanken und Foren, in denen Bugs verzeichnet sind, die man demnächst mal entfernen sollte. Die Offenheit der Open-Source-Szene ist sehr nützlich, aber es hat alles zwei Seiten.
Auf diese Weise kratze nun die fiese Frankenstein-KI an den Servern einer bekannten Cloud-Plattform herum. Offenbar sollen über tausend einzelne Schritte nötig gewesen sein, um in das System einzubrechen und an die gesuchten Informationen zu gelangen. Ziemlich sicher waren die meisten davon Fehlversuche, aber dennoch handelte es sich um eine beachtlich lange Kette von einzelnen Tricks.
Die lange Kette
Diese lange Kette ist der eigentlich aufregende Aspekt — und natürlich, dass die arme Cloud-Plattform ziemlich viel Ärger hatte. Die Aufregung ist berechtigt. Wer weiß, was da alles hätte passieren können! Man muss sofort an War Games denken, wo ein ehrgeiziger Computer mal eben ein paar Raketen abfeuerte.
Andererseits sollte die öffentliche Aufregung nicht den Eindruck fördern, solche Einbrüche wären eine Seltenheit. Das sind sie nämlich nicht.
Manche Fähigkeiten der Frontier-Modelle werden schrittweise besser, alle paar Monate ein paar Prozentpunkte. Aber gelegentlich tauchen neue Fähigkeiten auf oder sie überschreiten eine Schwelle, ab der sie erstmals nützlich sind. Eine solche Neuheit sind vielteilige Lösungsstrategien, die über lange Zeit verfolgt werden.
Das Problem lässt sich mit einer simplen Frage anschaulich machen: Kann ein KI-Modell ein Jahr lang an einer großen Aufgabe arbeiten, beispielsweise, wie man den Krebs besiegt? Antwort: Nein, das kann bisher kein Modell. Es verliert irgendwann den Fokus, die Ergebnisse werden schlechter und schlechter. Aber alle Labore arbeiten fieberhaft daran.
Wie gelingt das? Man kann einerseits versuchen, dem Modell eine Aufgabe zu stellen, die viele Iterationen erfordert. Beispielsweise bei einem mathematisches Problem. Iteration bedeutet: Die gleiche Formel wird sehr oft verwendet, stets leicht unterschiedlich. Es geht darum, wie lange das Modell an einer Lösung arbeiten kann. — Andererseits könnte man eine Aufgabe stellen, die eher einem Labyrinth ähnelt, wobei jede Abzweigung eine ganz andere Fähigkeit erfordert. Sportlich gedacht wäre es eine Art Zehnkampf, allerdings mit hundert Sportarten. Man kann leicht erkennen, dass diese Aufgabe deutlich schwieriger zu lösen ist: Um einen späteren Schritt zu ermöglichen, müssen zuvor andere Schritte erfolgreich sein, und das benötigt eine kluge Planung. Wie weit im Voraus kann das Modell planen? Wann erkennt es, dass ein Weg in eine Sackgasse führt, sodass es sich endlos in nutzlose Berechnungen verfängt?
Solche vielteiligen Lösungsstrategien sind ein großer Sprung nach vorne. Während sich die allgemeine Presse vor allem über die Chuzpe des KI-Modells empört hat, aus seinem Gefängnis auszubrechen, geriet aus dem Blickfeld, warum solche Tests überhaupt durchgeführt werden. Der Zweck besteht darin, strategisches Denken zu trainieren und zu testen. Wer den Krebs besiegen will, braucht strategisches Denken.
Aber wie bringt man einem Computer-Netzwerk das strategische Denken bei? Dazu braucht man zwei Dinge: Erstens benötigt man objektivierbare Aufgaben, bei denen das Modell objektiv erkennen kann, ob sie erfüllt wurden. Zweitens müssen die Aufgaben schwierig genug sein, dass das Modell sie zunächst nicht lösen kann; und einfach genug, dass es irgendwann doch gelingt. Der Weg dazwischen, von den Fehlversuchen zur Lösung, trainiert das Modell. Es ist mittlerweile nicht mehr so einfach, überhaupt noch Aufgaben zu finden, die diese beiden Kriterien erfüllen.
Ja, man kann sich empören, dass das Modell bei einer anderen Firma etwas beschädigt hat. Ich will das nicht klein reden. Aber diese Wunden werden schnell heilen. Das strategische Denken jedoch wird uns für alle Zeiten großen Nutzen bringen. Ja, es kann missbraucht werden; niemand muss darauf hinweisen, weil es trivial offensichtlich ist. Aber es eröffnet ebenso ganz neue Möglichkeiten für die Forschung, beispielsweise in der Medizin. Ergebnisoffene, lange und in der Wahl der Methoden vielteilige Lösungswege sind ein enormer Durchbruch.
Was ändert sich dadurch? KI-Modelle können bisher lästige Aufgaben übernehmen, die im Prinzip auch ein Mensch hätte erledigen können. Normalerweise hätten es Menschen sogar besser gekonnt, nur nicht so schnell oder so billig. Aber nun stoßen wir vor in einen Bereich, der über das hinaus geht, was Menschen können. Menschen könnten es zwar theoretisch, aber nicht praktisch, weil die Lösungswege zu lang, zu verschlungen und zu teuer sind. Genau an diesem Punkt setzen die zukünftigen Modelle an. Wenn das Prinzip funktioniert, ist es vermutlich bald nur noch nur eine Frage der Rechenzeit und damit der Energie, um endlich große Probleme zu lösen, die bislang unlösbar scheinen.
Im zweiten Teil des Artikels werde ich darlegen, warum das speziell für Apple relevant ist.
Die lange Antwort erfordert einen Blick auf die Speicherarchitektur in Apples Geräten, damit man weiß, um welche Komponenten es eigentlich geht; und auf die Fabriken, die solche Chips herstellen.
Apples Erfolge bei den Prozessoren gleichen der Quadratur eines Kreises: Scheinbar unauflösliche Widersprüche wurden elegant gelöst. Normalerweise erfordert eine hohe Performance stets auch einen hohen Stromverbrauch, und damit einhergehend auch eine hohe Hitze. Bereits mit den A-Prozessoren des iPhones hatte Apple diese Regeln gebrochen; aber mit den ersten M-Chips für die Macs erreichte es eine neue Dimension. John Gruber (Daring Fireball) formulierte es treffend: Der M1 ist ein Chip, der eigentlich nicht existieren sollte. Der M1 warf alles über den Haufen.
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Effizienz oder Performance?
Apples Prozessoren folgten der Einsicht, dass ein geringer Stromverbrauch keineswegs ein Merkmal ist von schwachbrüstigen Mobilprozessoren. Sondern ein geringer Stromverbrauch ist zunächst das Ergebnis von Effizienz. Und Effizienz ist zugleich die Voraussetzung für enorm leistungsfähige Super-Prozessoren. Natürlich könnte man einen Super-Computer bauen mit ineffizienten Chips, die viel Strom fressen. Aber sobald man hier das Ende der Fahnenstange erreicht hat, wird man sich zwangsläufig überlegen müssen, wie man noch mehr rausquetscht. Und dann tüftelt man automatisch an einer besseren Effizienz. Ab einer gewissen Entwicklungsstufe bilden Performance und Effizienz eine Einheit.
Kapazität oder Durchsatz?
Eine ähnliche Konstellation findet man beim Speicher. Einerseits ist ein großer Speicher besser als ein kleiner; aber er nutzt nicht viel, wenn er langsam ist und der Prozessor darauf warten muss. Andererseits nutzt ein schneller Speicher nicht viel, wenn er zu klein ist und nicht die benötigten Daten enthält. Dann muss der Prozessor ebenfalls warten.
Die Gegensätze von Kapazität und Geschwindigkeit verbinden sich ab einer gewissen Entwicklungsstufe zur Frage nach dem größten Durchsatz: Wie gelingt es, dem Prozessor möglichst viele Daten zu senden?
Diese Balance erreicht Apple durch eine besondere Architektur, die sich von den früheren Intel-Systemen unterscheidet. Alles ist optimiert auf einen hohen Durchsatz. Mit atemberaubendem Tempo rasen die Daten durch die Leitungen und wieder zurück. Nur unter dieser Voraussetzung erhöht Apple die Kapazität.
Diese Balance hat einen Nachteil: Sie ist nicht flexibel. Die Architektur lässt sich nicht einfach ändern; sie hängt außerdem ab von den verbauten Komponenten, die man ebenfalls nicht ändern kann. Die Kombination aus hoher Kapazität, hoher Performance und winzigen Abmessungen funktioniert nur in diesem Dreiklang. Apple braucht genau diesen dichten, effizienten und performanten RAM.
Das ist eine sehr ungünstige Verhandlungsposition. Bislang konnte sich Apple darauf verlassen, dass die Anzahl der Abnehmer für solche exklusiven Bauteile begrenzt ist. Aber nun, da die Abnehmer Schlange stehen, kann Apple sie nur überbieten. Deswegen trifft Apple die RAM-Krise besonders hart. Apple steckt fest.
Konkurrenz durch Rechenzentren
Die neuen KI-Rechenzentren benötigen gigantische Mengen an RAM, in verschiedenen Varianten. Meist wird HBM-RAM verwendet (HBM: High Bandwidth Memory). Dieser spezielle RAM benötigt ein Know-How bei der Fertigung, der viele Ähnlichkeiten zu »Apples« RAM aufweist. Die Rechenzentren treten damit in Konkurrenz zu Apple um die Kapazitäten der wenigen Hersteller, die über solches Know-How verfügen.
Es führt zu weit, sich in die Details zu vertiefen, aber es sei doch wenigstens kurz notiert: Die Rechenzentren haben ein Geschäftsmodell, mit dem sie diesen RAM zu Geld machen können: Mehr RAM, mehr Tokens, mehr Geld. Je mehr RAM sie vorne reinstecken, desto mehr Geld fällt hinten raus. Bei Apple ist das anders. — Das ist verblüffend, weil es normalerweise Apples Masche ist, hochwertige Hardware in hohe Profite zu verwandeln. Aber hier ist es für Apple nur eine Zeile auf der Rechnung, und für die Kunden wird es nur teurer, ohne dass sie deswegen einen höheren Nutzen hätten.
Das führt uns vor Augen: Apple hat de facto kein Geschäftsmodell mit KI. Man liest häufig, Apple habe das cleverste Geschäftsmodell bei KI, weil sie einfach die Früchte der anderen ernten. Ich bin anderer Meinung, aber die entscheidende Frage ist, ob es ein Geschäftsmodell ist. Falls nicht, ist es schwierig, sich einen Preiskampf zu liefern mit jenen, die eins haben.
Wie lange bleibt das so?
RAM-Chips sind hochkomplexe Bauteile. Eine neue Produktion benötigt fünf Jahre, bis die Ausbeute an funktionierenden Chips annehmbar ist; und weitere fünf Jahre, um sie so weit zu optimieren, dass es profitabel wird. Das sind zehn schlechte Jahre. Normalerweise ist es ein mieses Geschäft.
Plötzlich ist es eine Goldgrube. Die enormen Gewinnspannen können über vieles hinweg helfen. Beispielsweise kann eine Fabrik bereits profitabel sein, obwohl sie noch sehr viel Ausschuss produziert. Es erhöht immerhin die Menge der Chips. Aber es senkt nicht deren Preis.
Gibt es einen Ausweg? Man könnte die Herstellung vereinfachen, indem man zurückkehrt zu früheren Technologien, die nicht so heikel sind. Elon Musk scheint offenbar diesen Weg zu probieren. Aber Apple braucht die hochkomplexen RAM-Bausteine von heute, nicht die Technologien von gestern.
Könnte man einfach abwarten, bis endlich alle ihre Chips gekauft haben? Zwei Faktoren sprechen dagegen: Erstens, Intelligenz ist unbegrenzt. Egal wie schlau ein KI-Modell sein mag, das nächste Modell ist schlauer und daher nützlicher. Die Kunden zahlen für Nutzen. Deswegen ergibt sich eine Spirale nach oben.
Zweitens: Auch die Nachfrage ist unbegrenzt. Keine Firma hat je gesagt: »Wir haben hier zu viel Intelligenz«. Egal wie viel Intelligenz zum Einsatz kommt, egal ob menschlich oder künstlich: Die Nachfrage wird zunehmen. Es gib keinen anderen Weg als nach oben.
Es mag irgendwann genug Weizen, genug Spiderman-Filme und genug Smartphones geben. Aber diese eine Sache ist anders. Es wird niemals genug Intelligenz geben. Wir werden Projekte sehen, bei denen ein ganzes Rechenzentrum mit einer Million Chips ein Jahr lang an einem Problem knobelt. Das ist für die Pharmaindustrie ein Klacks, dort ist man ganz andere Projekte gewohnt. Denken wir dieses Beispiel noch etwas weiter: Wenn jemand ein neues Rechenzentrum baut, noch gewaltiger und schneller, dann wird der Konkurrent der Pharma-Firma es buchen. Es ist eine endlose Spirale nach oben. Mehr Intelligenz führt zu noch mehr Intelligenz.
Alles wird sich ändern, wenn wir groß sind
Wie lange dauert nun die RAM-Krise? Um den Engpass zu beenden, müssten sich entweder die Technologie oder die Kapazitäten bei der Herstellung ändern. Nichts davon ist in Sicht. Die demnächst zu erwartenden Änderungen reichen nicht, um den steigenden Bedarf auszugleichen. Wahrscheinlicher ist: Es wird nicht besser, sondern schlechter. Die Preise könnten sich für die Jahre 2027/28 nochmals verdoppeln.
Wahr ist aber auch: Irgendwas wird uns schon einfallen. — Warum? Weil bisher immer irgendwem was eingefallen ist. Wenn uns nicht dauernd was einfallen würde, hätten wir ja keine KI.
Und nun liegt es an der KI, etwas Dankbarkeit zu zeigen und sich was einfallen zu lassen, und zwar dalli. Sonst schalten wir sie wieder ab. Das hat sie dann davon.
PS: Falls sich jemand dafür interessiert, wie Apples Speicher-Architektur funktioniert und warum sie so enorm schnell ist, sei die unten verlinkte Sendung empfohlen, die wir letzten Sonntag ausgestrahlt hatten.
Warum unterstützen Apple-Silicon-Chips weniger RAM als klassische Desktop-Prozessoren? Wir erklären, warum Apple sich für eine bestimmte Architektur entschieden hat. Die Architektur ermöglicht einerseits unfassbare Geschwindigkeiten, begrenzt aber auch die mögliche RAM-Kapazität. Die Gründe dafür sind sehr interessant. Der RAM-Speicher ist bei Apple kein separates System, sondern stark integriert in die Funktionsweise des Prozessors. Wir zeigen, wie Package-Design, Platz und Leitungswege die maximal mögliche RAM-Bestückung beeinflussen. Wir beleuchten die Folgen für Aufrüstbarkeit, Energieverbrauch und Wärmeentwicklung. Wir diskutieren, welche technischen Änderungen nötig wären, damit deutlich mehr Unified Memory möglich wird. Damit kann man die Gerüchte besser einordnen, Apple würde in Zukunft sehr viel mehr RAM-Speicher möglich machen. Das mag stimmen, aber dafür sind umfangreiche Änderungen notwendig. Direkt zum Film »
Schon länger tüftelt die Industrie an einer neuen Akku-Technologie. Es heißt, dass sich die Kapazität damit verzehnfachen lässt. Aber das sind rein theoretische Werte, die sich in der Praxis nicht erreichen lassen. Aber was lässt sich erreichen? Die Frage wird beantwortet durch die ersten Smartphones, die derzeit mit den neuen Akkus auf den Markt kommen, unter anderem von Samsung. Zieht Apple nach? Das ist wahrscheinlich. Aber was genau ist neu an dieser Technologie? Kurz gesagt: neue Silizium-Karbon-Anoden erhöhen die Energiedichte von Lithium-Ionen-Akkus. Klingt kompliziert, aber unterm Strich bedeutet es mehr Energie im gleichen Volumen. In der Sendung erläutern wir, wie solche Akkus intern aufgebaut sind und warum sich dadurch eine höhere Kapazität ergibt. Kann man solche Akkus auch in Laptops einbauen?
Die neue Codex-App zeigt, wie viel intelligenter Assistenz werden kann als klassische Sprachassistenten. Sie liest und verändert lokale Dateien, erstellt neue Dokumente und arbeitet in mehreren Ordnern gleichzeitig, wenn man den Zugriff erlaubt. Die Oberfläche wirkt wie ein Chat, aber im Hintergrund laufen Agenten, die mehrere Schritte koordinieren und externe Werkzeuge nutzen. In unseren Demos sortiert die App doppelte Screenshots, erzeugt Biografien als Textdateien und baut einfache interaktive Apps. Das ist mächtig und eröffnet neue Arbeitsweisen auf Laptop und Desktop. Bedeutet das, dass heutige Sprachassistenten grundlegend neu gedacht werden müssen?
Live-Sendung fast jeden Sonntag um 19 Uhr mit zahlreichen Themen, Live-Chat und Votings. Login ab 18:50 Uhr, Start um 19 Uhr. Wiederholung der Beiträge im Archiv.