MacBook Pro im Praxistest: Wie nützlich ist Apples Touch-Bedienung?
Update vom 5. November 2026, 16:43 Uhr
Weitere Tests zeigen unterschiedliche Erfahrungen mit dem Touchscreen des neuen MacBook Pro: Während ein Tester ihn oft nutzt, greift ein anderer nur selten zum Display.
Tony Polanco von Tom’s Guide lobt die direkte Reaktion des Bildschirms. Unter den von ihm getesteten Windows-Notebooks mit Touchscreen habe keines so unmittelbar reagiert. Verzögerungen oder Probleme mit Apps anderer Anbieter fielen ihm nicht auf. Er nutzte die Fingerbedienung häufiger als erwartet.
YouTube-Video
David Pierce von The Verge berührte den Bildschirm dagegen nur fünf- bis sechsmal am Tag. Praktisch fand er Touch etwa beim Vergrößern von Fotos und bei der Videowiedergabe.
Pierce nennt auch Grenzen: Beim Antippen eines Textfelds erscheint keine Bildschirmtastatur. Beim Antippen von Text öffnet sich kein Menü zum Kopieren, Einfügen oder Auswählen. Der Apple Pencil funktioniert am Bildschirm ebenfalls nicht.
Kyle Barr von Gizmodo findet Touch bei der iPhone-Spiegelung hilfreich. So lässt sich auf dem gespiegelten iPhone wie gewohnt vom unteren Rand nach oben wischen. Allerdings reagierte die Bedienung im Test weniger schnell als auf einem echten iPhone.
Ursprünglicher Bericht vom 5. November 2026, 15:34 Uhr
Touch ergänzt die gewohnte Mac-Bedienung, statt sie zu verändern: Das zeigen zwei ausführliche Tests von Apples neuem MacBook Pro.
Die Tester nutzen den Bildschirm vor allem für kurze Eingaben: Sie scrollen Webseiten, tippen Symbole an oder vergrößern Fotos. Tastatur und Trackpad bleiben dabei die wichtigsten Werkzeuge. Wer das Display dauerhaft bedienen möchte, muss zudem den Arm anheben, was auf Dauer ermüden kann.
macOS passt die Oberfläche bei Berührungen an. In Kontextmenüs stehen die Einträge weiter auseinander als bei der Bedienung mit einem Zeiger.
Clicking (Left) vs Tapping (Right)
Auch die Fenstersteuerung wird größer. Das erste Antippen vergrößert die Bedienelemente, erst das zweite löst die gewünschte Aktion aus. Ein Tester findet diesen zusätzlichen Schritt etwas umständlich.
Weitere Gesten erlauben es, mit vier Fingern zwischen Schreibtischen zu wechseln oder das Dock einzublenden. Ein langer Druck auf ein Objekt im Finder hebt es an, sodass es sich verschieben lässt. Wer Touch nicht nutzen möchte, kann die Funktion in den Bedienungshilfen ausschalten.
Bei Videoanrufen gleicht eine Bildstabilisierung die Bewegung des Displays beim Antippen aus. In einem Test blieb das Kamerabild dadurch ruhig, obwohl der Bildschirm leicht wackelte.
Leistung im Alltag
Das getestete 16-Zoll-Modell mit M5 Pro erreichte in Geekbench praktisch dieselben Ergebnisse wie die früher im Jahr erschienenen Modelle. Beim Schreiben, Recherchieren und Bearbeiten von Fotos bemerkte der Tester weder auffällige Wärme noch Lüftergeräusche. Diese Aufgaben reizten den Chip allerdings nicht aus und sind kein Test für längere Volllast.
Über die Vorstellung des MacBook Pro mit OLED-Touchdisplay und einen ersten kurzen Praxiseindruck haben wir bereits berichtet. Die neuen Tests bieten nun einen ausführlicheren Blick auf die Bedienung im Alltag.