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Apple erwartet Margendruck durch Speicherpreise und Siri AI


Apple erwartet für das Dezemberquartal eine Bruttomarge von 45 bis 46 Prozent. Vor allem höhere Speicherpreise und Kosten für Siri AI belasten die Prognose.

Finanzchef Kevan Parekh nannte im Quartalsgespräch vor allem höhere Speicherkosten als Grund für die erwartete Belastung. Hinzu kommen Kosten im Zusammenhang mit der Einführung von Siri AI. Die Bruttomarge zeigt, welcher Anteil des Umsatzes nach den direkten Kosten übrig bleibt.

Siri AI wirkt sich laut Parekh auf zwei Arten aus: Der Betrieb verursacht zusätzliche Cloud-Kosten. Außerdem verbucht Apple einen Teil der Erlöse aus Geräten mit Siri AI über deren Nutzungsdauer statt vollständig beim Verkauf.

Parekh erklärte das mit Blick auf bestehende Dienste: „Consistent with how we’ve always accounted for Maps, Siri, and iCloud, for the devices we sell that include these bundled services, we defer a portion of the revenue and recognize it over the life of the device.“ Übersetzt: „Wie wir es bei Maps, Siri und iCloud schon immer gehandhabt haben, stellen wir bei Geräten mit diesen gebündelten Diensten einen Teil der Erlöse zurück und verbuchen ihn über die Nutzungsdauer des Geräts.“

Speicher bleibt teuer

Apple-Chef John Ternus erwartet auch nach dem Dezemberquartal weiter steigende Einkaufspreise für Speicher. Günstiger eingekaufte Lagerbestände und niedrigere Kosten für andere Bauteile federn die Mehrkosten derzeit teilweise ab. Auch höhere Preise für Mac, iPad und iPhone helfen dabei. Der Vorteil durch günstige Speicherbestände werde mit der Zeit aber kleiner, so Ternus.

Wie bereits berichtet, erreichte Apple im Septemberquartal eine unternehmensweite Bruttomarge von 47,9 Prozent. Die Produktmarge lag bei 37,2 Prozent. Beide Werte profitierten von Zollerstattungen.

Parekh sagte dazu: „We saw strong performance in many services categories with all-time records in video, cloud services, payment services, and advertising, and a September quarter record in music. Company gross margin was 47.9%, and products gross margin was 37.2%. These both included a benefit from tariff refunds, which had a favorable impact of approximately 1 percentage point in the September quarter. When you remove the tariff refunds from both the June and September quarters, both company and product gross margin would be down about one point sequentially, primarily driven by higher memory costs.“

Übersetzt: „Wir haben in vielen Dienstekategorien starke Ergebnisse erzielt. Video, Cloud-Dienste, Zahlungsdienste und Werbung erreichten Bestwerte, Musik einen Rekord für ein Septemberquartal. Die Bruttomarge des Unternehmens lag bei 47,9 Prozent, die der Produkte bei 37,2 Prozent. Beide enthielten einen Vorteil durch Zollerstattungen, der im Septemberquartal etwa einen Prozentpunkt ausmachte. Rechnet man die Zollerstattungen aus dem Juni- und dem Septemberquartal heraus, wären beide Margen gegenüber dem Vorquartal um etwa einen Punkt gesunken. Das lag vor allem an höheren Speicherkosten.“

Quelle:
Apple, Quartalsgespräch zum vierten Geschäftsquartal 2026