John Ternus arbeitete laut einem TIME-Interview schon 2011 an faltbaren Geräten und drängte später darauf, dem iPhone-Duo-Team mehr Entwicklungszeit zu geben.
Ternus und fünf weitere Apple-Ingenieure reichten damals einen Patentantrag für faltbare elektronische Geräte ein. Sie untersuchten unter anderem, welche Akkus und Leiterplatten sich dafür eignen könnten. Ternus sagte TIME über die damalige Perspektive: „It felt clear that we were going to eventually get to a place where OLED displays were going to be flexible.“ Auf Deutsch: „Es schien klar, dass OLED-Displays irgendwann flexibel sein würden.“
Später kamen faltbare Smartphones anderer Hersteller vor Apples Gerät auf den Markt. Richard Dinh, Apples Vizepräsident für Produktdesign, schilderte TIME eine Entscheidung während der Entwicklung: Sein Team erwog eine Oberfläche, die der Konkurrenz ähnelte. Dinh sah daran Mängel, hielt sie aber möglicherweise für ausreichend. Ternus habe ihm gesagt: „Look, Rich, you’ll know when it’s the right thing.“ Auf Deutsch: „Rich, du wirst wissen, wann es die richtige Lösung ist.“ Das habe dem Team Zuversicht gegeben, weiter an einer eigenen Oberfläche zu arbeiten.
Laut TIME verbrachte Ternus in seiner frühen Zeit als Apple-Chef mehrere Tage pro Woche mit den Teams für Industriedesign und Bedienoberflächen im Studio. Im Interview erklärte er außerdem, Apple müsse nicht jedes Teil eines Produkts selbst entwickeln. Apple konzentriere sich auf Bereiche, in denen es einen Unterschied machen könne.
Ternus’ Kritik an den Oberflächen früherer faltbarer Smartphones war bereits Thema unserer Berichterstattung. TIME nahm das iPhone Duo in seine Liste der besten Erfindungen 2026 auf und zeigte Ternus auf dem Titelbild der Magazinausgabe.
Quellen:
TIME: Interview mit John Ternus zum iPhone Duo
TIME: Best Inventions of 2026