macOS Golden Gate 27 läuft erstmals nur auf Macs mit Apple-Chip. Zugleich endet die Unterstützung für mehrere ältere Wege, Windows, Netzwerkfreigaben und Backups zu nutzen. Bei Rosetta und dem AirPort-Dienstprogramm gelten wichtige Ausnahmen.
Intel-Macs: Ende nach 20 Jahren
Die ersten Macs mit Intel-Prozessor erschienen 2006. Damals wechselte Apple von PowerPC, um leistungsfähigere und sparsamere Rechner zu bauen. Seit 2020 stellt Apple auf eigene Chips um. macOS 27 läuft deshalb nur noch auf Macs mit Apple-Chip. Für Intel-Macs bleibt macOS Tahoe 26 die letzte große Version. Wer Golden Gate nutzen will, braucht einen neueren Mac.
Boot Camp: Windows startet nicht mehr direkt
Boot Camp erschien 2006 im Jahr der ersten Intel-Macs. Der Assistent richtet eine zweite Partition für Windows ein. Nutzer konnten beim Start zwischen beiden Systemen wählen. Apple reagierte damit auf die Nachfrage nach Windows auf Mac-Hardware. Auf Macs mit Apple-Chip gibt es diesen Startweg nicht. Eine Alternative ist Windows 11 für Arm in einer virtuellen Maschine, etwa mit Parallels Desktop oder VMware Fusion. Nicht jede Windows-App und jedes Gerät funktioniert darin wie unter Boot Camp.
Rosetta 2: Noch da, aber mit Ablaufdatum
Rosetta 2 übersetzt Intel-Apps für Macs mit Apple-Chip. Apple führte die Technik 2020 ein, damit vorhandene Software während des Chipwechsels weiterläuft. Nach dem Update auf macOS 27 wird eine frühere Rosetta-Installation nicht automatisch übernommen. Bei Bedarf lässt sie sich erneut installieren. macOS 27 ist die letzte Version mit allgemeiner Rosetta-Unterstützung. Ab macOS 28 bleiben nur Ausnahmen für bestimmte ältere Spiele. Ersatz sind aktualisierte Apps für Apple-Chips oder Universal-Versionen. Betroffene Programme stehen unter „Systemeinstellungen > Allgemein > Info > Intel-basierte Apps > Details“. Auch Intel-Plugins sollten Nutzer prüfen.
AFP: Apples altes Protokoll für Dateifreigaben
Das Apple Filing Protocol (AFP) verband Macs bereits mit AppleShare-Servern von 1987. Es diente später auch Netzwerkfestplatten und Time Machine als Übertragungsweg. Seit OS X Mavericks von 2013 nutzten aktuelle Macs für die Dateifreigabe zunehmend SMB. macOS 27 unterstützt AFP-Verbindungen nicht mehr. Wer noch ein AFP-Laufwerk nutzt, braucht einen Server mit SMB-Freigabe oder muss die Daten auf ein anderes Gerät übertragen.
Time Capsule: Das Netzwerkbackup zieht um
Apple stellte die Time Capsule 2008 vor: WLAN-Basisstation und Festplatte in einem Gerät. Sie sollte automatische Time-Machine-Backups ohne Kabel ermöglichen. Weil ihre Sicherungen AFP benötigen, kann macOS 27 sie nicht mehr als Backupziel verwenden. Time Machine selbst bleibt erhalten. Apple nennt externe Laufwerke, einen anderen Mac oder ein geeignetes Netzlaufwerk mit SMB als Alternativen. Auch Backups über eine AirPort Extreme fallen weg.
AirPort-Dienstprogramm: Kein Bestandteil neuer Installationen
Das AirPort-Dienstprogramm erschien 2007 mit einer neuen AirPort Extreme. Es richtet Apples WLAN-Basisstationen ein und aktualisiert sie. Apple hat diese Geräte inzwischen eingestellt. Bei einer Neuinstallation von macOS 27 fehlt das Dienstprogramm. Nach einem Update bleibt eine vorhandene Version erhalten, ihre Funktion ist aber nicht garantiert. Für aktuelle Router dienen deren eigene Apps oder Weboberflächen als Ersatz. Für alte AirPort-Geräte gibt es keinen gleichwertigen neuen Apple-Nachfolger.
Quellen:
Apple: macOS 27
Apple: Boot Camp
Apple: Rosetta
Apple: Time Capsule
Apple: Time Machine
Apple: AirPort
Apple: AppleShare und AFP
Apple: AirPort-Dienstprogramm (2007)