Die ChatGPT-Einbindung in Siri brachte deutlich weniger neue Nutzer als erwartet, erklärt OpenAI in einem Gerichtsschriftsatz.
Schon im Januar 2025, einen Monat nach dem Start, stufte OpenAI die Integration als schleppend ein. Das Unternehmen senkte damals seine Prognose für zusätzliche eingeloggte wöchentlich aktive Nutzer. Bis zum Sommer 2025 habe sich gezeigt, dass die Einbindung deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb.
Der Schriftsatz nennt auch Einzelheiten der Vereinbarung mit Apple. OpenAI hatte um zwei Jahre Exklusivität gebeten, Apple lehnte das jedoch ab. Der Vertrag erlaubt Apple ausdrücklich, weitere Produkte oder Dienste mit ähnlichen Funktionen einzubinden.
Diese Punkte führt OpenAI im Rechtsstreit mit SpaceXAI an. OpenAI bestreitet, dass die Vereinbarung Wettbewerber ausschloss oder SpaceXAI einen entsprechenden Schaden nachweisen kann. Die Sachverständige Catherine Tucker berechnete laut Schriftsatz geringe Anteile von Nutzern generativer KI, die über Apple Intelligence auf ChatGPT zugriffen. Die konkreten Werte sind geschwärzt. OpenAI verweist zudem auf Angaben in SpaceX’ Börsenzulassungsunterlagen, die aus seiner Sicht den behaupteten Wettbewerbsschäden widersprechen.
Musks Unternehmen haben ihre Ansprüche gegen Apple inzwischen fallen gelassen. OpenAI ist damit der einzige verbliebene Beklagte. Das Unternehmen beantragt, die Ansprüche von SpaceXAI noch vor dem für Januar 2027 geplanten Prozess abzuweisen.
Quelle:
OpenAI, Gerichtsschriftsatz