John Ternus will Apple als CEO ohne radikalen Kurswechsel führen. In einem Interview erklärte er, dass Innovation, Produkte und Kundenfokus im Mittelpunkt bleiben sollen, und gab neue Einblicke in das Design des iPhone Duo sowie in Apples Haltung zu Siri AI.
Ternus sagte, Tim Cook und Apples Verwaltungsrat hätten ihn gefragt, ob er den CEO-Posten übernehmen wolle. Die Anfrage habe ihn überrascht. Er habe sich nach eigener Aussage glücklich schätzen können, dabei gesessen zu haben, weil er nie mit dieser Möglichkeit gerechnet habe.
Seinen Führungsstil beschreibt Ternus als Fortsetzung der bisherigen Ausrichtung. Er sei leidenschaftlich an Produkten interessiert und wolle weiter Dinge entwickeln. Eine radikale Veränderung plane er nicht.
Beim iPhone Duo habe Apple bewusst kein Design gewählt, bei dem zwei gewöhnliche Smartphone-Formen zusammengefügt werden. Stattdessen sollte das aufgeklappte Gerät eine große Bildschirmfläche mit einem für Apple stimmigen Format bieten. Dafür orientierte sich Apple laut Ternus an den Erfahrungen mit dem iPad.
Die Entwicklung habe zahlreiche Probleme aufgeworfen. Zu den technischen Aufgaben gehörten laut Ternus die Konstruktion des Scharniers und des Displays sowie deren zuverlässiger Betrieb. Gerade diese Herausforderungen hätten den Mitarbeitenden aber auch Raum für neue Lösungen gegeben.
Als seinen bevorzugten Produkttrick bezeichnete Ternus die Animation beim Öffnen des iPhone Duo. Sie erstreckt sich über die gesamte Displayöffnung und soll laut seiner Beschreibung spielerisch wirken.
Bei Siri AI zieht Ternus eine klare Grenze zu sogenannten KI-Begleitern. Siri sei nicht dafür gedacht, ein Freund zu sein. Apple wolle menschliche Beziehungen nicht ersetzen. Sie seien wichtig dafür, zu lernen, sich weiterzuentwickeln und Freude zu erleben.
Das Interview fand nach Apples September-Veranstaltung statt. Dort hatte Ternus erstmals die Gelegenheit, den traditionellen Satz „One more thing“ auf einer Apple-Bühne zu sagen.
Quelle:
Canal+-Interview mit John Ternus