Neue Praxistests zeichnen ein differenziertes Bild vom Mac Studio mit M5 Ultra: Der Rechner legt bei CPU, SSD und ausgewählten GPU-Aufgaben stark zu, kostet in vergleichbarer Ausstattung aber mehr als 50 Prozent mehr als sein Vorgänger. Für lokale KI bleibt der Mac besonders interessant, während Photoshop die zusätzlichen Ressourcen nur begrenzt nutzt.
In Geekbench 6 erreicht der M5 Ultra 4.310 Punkte im Single-Core- und 37.870 Punkte im Multi-Core-Test. Der M3 Ultra kommt auf 3.246 beziehungsweise 28.376 Punkte. Im Cinebench 2026 wächst der Vorsprung bei der CPU-Leistung auf knapp 47 Prozent.
Bei der Grafik fällt das Bild uneinheitlicher aus. In Geekbench 6 Metal liegt der M5 Ultra nur rund neun Prozent vorne. Im Cinebench 2026 beträgt der Abstand dagegen mehr als 60 Prozent. Auch Blender zeigt klare Vorteile: Für die Classroom-Szene benötigt der M5 Ultra elf statt 15 Sekunden. Beim Cosmos-Test sind es 23 statt 34 Sekunden.
Nicht jede Anwendung skaliert mit den zusätzlichen Kernen. In PugetBench für Photoshop erreicht der M5 Ultra 17.236 Punkte. Der M5 Max kommt trotz halb so vieler CPU-Kerne auf 15.716 Punkte. Für Photoshop allein rechtfertigt der Ultra-Aufpreis damit offenbar nur einen begrenzten Mehrwert.
Deutlich schneller arbeitet die SSD. Das getestete Modell erreicht mit seiner 4-TB-SSD 14.868 MB/s beim Lesen und 18.783 MB/s beim Schreiben. Der M3-Ultra-Vorgänger kam mit gleicher SSD-Größe auf 7.160 beziehungsweise 7.997 MB/s.
Besonders interessant bleibt der Mac Studio für lokale KI. Bei Qwen3.8 Flash-Next steigt die Prompt-Verarbeitung mit einem 16K-Kontext von 1.143 auf 2.887 Tokens pro Sekunde. Ein 156 GB großes DeepSeek-v4-Flash-Modell lief vollständig auf einem Gerät mit 256 GB Arbeitsspeicher. Eine RTX 5090 verarbeitet Prompts und erzeugt Tokens schneller, kann wegen ihrer 32 GB VRAM aber deutlich kleinere Modelle vollständig lokal halten.
Der Preisabstand ist erheblich. Das getestete M5-Ultra-Modell mit 36 CPU-Kernen, 80 GPU-Kernen, 256 GB Arbeitsspeicher und 4 TB SSD kostet 12.299 US-Dollar. Der vergleichbar ausgestattete M3-Ultra-Vorgänger kostete 8.099 US-Dollar. In Deutschland beginnt die aktuelle Baureihe bei 6.599 Euro.
Quellen:
The Verge
Tom's Hardware
MacStories