Update vom 17. September 2026, 08:54 Uhr
Apple entwickelt laut einem Bericht seit zwei bis drei Jahren wieder Server für den eigenen KI-Rechenzentrumsbetrieb. Nun wird dem Unternehmen eine mögliche Rückkehr in den Servermarkt zugetraut.
Apple hatte den Verkauf der Serverreihe Xserve 2011 eingestellt. Inzwischen soll Apple wieder eigene Server entwickelt haben, zunächst ausschließlich für den internen Einsatz in KI-Rechenzentren.
Dem Bericht zufolge erwägt Apple zwei Varianten eines Enterprise-Servers. Eine Version soll zwei geplante M8-Ultra-Chips bündeln, eine größere vier. Die Systeme wären vor allem für die Inferenz gedacht, also für die Ausführung bereits trainierter KI-Modelle.
Für die Verbindung der Chips prüft Apple offenbar Nvidias NVLink Fusion. Die Plattform umfasst Switches, Chiplets und Software für den Datenaustausch zwischen Prozessoren in Rechenzentren. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.
Als mögliche Kunden gelten KI-Entwickler, Unternehmen und staatliche Stellen. Apple arbeitet dem Bericht zufolge seit ungefähr einem Jahr an dem Vorhaben. John Ternus soll das Projekt bereits während seiner Zeit als Leiter der Hardware-Entwicklung unterstützt haben.
Ein Verkaufsstart wäre frühestens 2029 möglich. Bis dahin könnte Apple das Projekt noch einstellen oder die Nvidia-Technik nicht einsetzen. Die Nachfrage nach leistungsfähiger Apple-Hardware im KI-Bereich könnte jedoch für hohe Stückzahlen sorgen. OpenAI und Anthropic sollen bereits Mac mini und Mac Studio in größeren Mengen kaufen.
Für den Einstieg in den Unternehmensmarkt müsste Apple außerdem den Support für Geschäftskunden und Entwickler ausbauen. Dazu könnten zusätzliche Software-Ressourcen und weitere Investitionen in das MLX-Framework gehören.
Update vom 16. September 2026, 20:40 Uhr
Apple soll das geplante KI-Servergeschäft bereits vor etwa einem Jahr mit Unterstützung des heutigen CEOs John Ternus vorangetrieben haben. OpenAI und Anthropic kaufen dem Bericht zufolge Mac minis und Mac Studios in großen Stückzahlen, während Apples Mac-Umsatz zuletzt um knapp 29 Prozent auf 10,4 Milliarden US-Dollar stieg.
Ternus unterstützte das Vorhaben demnach noch als Leiter der Hardware-Entwicklung. Im Gespräch ist ein Enterprise-Server mit zwei oder vier M8-Ultra-Chips, der bereits trainierte KI-Modelle ausführen und damit für Inferenz eingesetzt werden soll.
Apple prüft außerdem Nvidias NVLink Fusion, um die Chips miteinander zu verbinden. Die Entscheidung ist noch offen. Ein Marktstart wäre frühestens 2029 möglich, und das Projekt könnte bis dahin eingestellt oder ohne Nvidias Technik umgesetzt werden.
Ursprünglicher Bericht vom 16. September 2026, 18:20 Uhr
Apple erwägt laut einem Bericht, ab möglicherweise 2029 eigene KI-Server an Unternehmen, Entwickler und Regierungen zu verkaufen. Im Gespräch sind zwei Varianten mit zwei beziehungsweise vier gebündelten M8-Ultra-Chips sowie eine Verbindung über Nvidias NVLink Fusion.
Die Pläne sind noch nicht abgeschlossen. Das Projekt könnte vor dem möglichen Verkaufsstart eingestellt werden. Die Server sollen vor allem für die Ausführung bereits trainierter KI-Modelle gedacht sein, also für sogenannte Inferenz und die Erzeugung von Antworten.
Apple prüft dem Bericht zufolge, die M8-Prozessoren mit Nvidias NVLink Fusion zu verbinden. Die Plattform umfasst unter anderem Technik für den Datenaustausch zwischen Chips. Damit könnte Apple mehrere eigene Prozessoren in einem System koppeln, ohne ausschließlich auf Nvidias Beschleuniger zu setzen.
Das Vorhaben würde Apple wieder zu einem Anbieter von Servern für externe Kunden machen. Apple stellte die Serverreihe Xserve 2011 ein. Inzwischen nutzen KI-Unternehmen Mac mini und Mac Studio in größeren Stückzahlen oder verbinden mehrere Geräte für lokale Anwendungen. Dieser Bedarf soll zu den Gründen gehören, warum Apple leistungsfähigere Systeme für Unternehmen prüft.
Apple betreibt bereits Server für Private Cloud Compute. Diese Infrastruktur verarbeitet bestimmte Apple-Intelligence-Aufgaben außerhalb des Geräts. Anfragen von Partnern, diese Server für eigene Kunden zu nutzen, soll Apple bisher abgelehnt haben.
Für ein Servergeschäft müsste Apple außerdem seine Unterstützung für Unternehmenskunden und Entwickler ausbauen. Im Gespräch sind zusätzliche Software-Ressourcen, darunter weitere Investitionen in das MLX-Framework.
Quelle:
The Information