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Qualcomm erhöht Chippreise - ist das iPhone betroffen?


Qualcomm will ab dem 1. September 2026 die Preise für seine Chips im zweistelligen Prozentbereich anheben. Als Grund nennt Unternehmenschef Cristiano Amon gestiegene Zulieferkosten.

Die Anhebung soll für Chips gelten, die ab dem 1. September 2026 ausgeliefert werden. Als Grund nannte Qualcomm-Chef Cristiano Amon gegenüber Reuters gestiegene Kosten bei Zulieferern. Qualcomm könne diese Mehrkosten nicht länger vollständig selbst übernehmen.

Die neuen Preise sollen mit den Kunden einzeln ausgehandelt werden. Betroffen ist offenbar das gesamte Chipangebot von Qualcomm. Das Unternehmen liefert neben Modemchips auch weitere Smartphone- und Mobilfunkchips an Samsung und andere Hersteller.

Für Apple ist die Entwicklung besonders relevant. Apple bezieht weiterhin Qualcomm-Modems für mehrere iPhone-Modelle, darunter die iPhone-17-Reihe. Eigene Modems setzt Apple bereits im iPhone 17e und im iPhone Air ein. Beide Geräte verwenden das C1X-Modem.

Beim iPhone 18 Pro könnte sich der Übergang zu Apples eigener Modemtechnik nun anders gestalten als bislang erwartet. Neue Hinweise deuten darauf hin, dass Qualcomm in den USA weiterhin Modemchips für einige iPhone-18-Pro-Modelle liefern könnte. Die Hinweise sollen aus durchgesickerten Unterlagen von Tata Electronics stammen.

Damit weicht die mögliche US-Versorgung von der bisherigen Erwartung ab, Apple werde beim iPhone 18 Pro und beim iPhone 18 Pro Max vollständig auf das eigene C2-Modem umsteigen. Die Dokumente sind nicht als offizielle Produktankündigung einzuordnen.

Das C2-Modem soll zugleich höhere 5G-Geschwindigkeiten ermöglichen. Gerüchte bringen es außerdem mit einem faltbaren iPhone in Verbindung. Damit würde sich die mögliche Nutzung des Chips über die Pro-Modelle hinaus erstrecken.

Amon hatte bereits im Juli mit einem deutlich kleineren Apple-Geschäft gerechnet. Der Umsatz von Qualcomm mit Apple könnte demnach vom September- zum Dezemberquartal um etwa 50 Prozent sinken. Als Grund nannte Amon Versorgungseinschränkungen, die den Anteil von Qualcomm-Komponenten in der iPhone-18-Reihe verringern könnten.

Die Preiserhöhung fällt in eine Phase höherer Kosten für Speicherbausteine. Die Preise für DRAM und SSD-Speicher sind wegen Lieferproblemen gestiegen. Apple hatte im Juni die Preise für Macs und iPads angehoben. Auch die iPhone-18-Pro-Modelle werden teurer erwartet als ihre Vorgänger.

Quelle:
Reuters