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Wie stark steigen die iPhone-Preise?


Dass die Preise für iPhones steigen werden, scheint angesichts der RAM-Krise sicher zu sein. Aber wie stark werden die Preise steigen? Mark Gurman erwartet einen Aufschlag von etwa 100 Dollar für ein iPhone 18 Pro.

Damit würde der Einstiegspreis in den USA von derzeit 1.099 auf 1.199 US-Dollar steigen. Das entspräche einem Plus von rund neun Prozent.

Im Juni hat Apple die Preise für nahezu alle wichtigen Produktgruppen erhöht. Betroffen waren unter anderem MacBooks, iMac, Mac mini, Mac Studio, iPads, Apple TV, HomePod und Apple Vision Pro. Die Aufschläge bei diesen Geräten waren teilweise erheblich. Das MacBook Air wurde in den USA um 200 Dollar teurer. Beim MacBook Pro stieg der Preis um 300 Dollar. Der Mac Studio mit M3 Ultra verteuerte sich sogar um 1.300 Dollar. Auch das iPad Pro und die Apple Vision Pro kosteten danach mehr.

Für das iPhone könnte Apple aber vorsichtiger vorgehen. Samsung und Google haben ihre aktuellen Smartphones dem Bericht zufolge ebenfalls um ungefähr 100 US-Dollar verteuert. Apple beobachte offenbar, wie der Markt auf diese Schritte reagiert.

Ein vergleichbarer Aufschlag würde das iPhone 18 Pro preislich weiterhin in der Nähe anderer Spitzenmodelle halten. Gleichzeitig wäre die Erhöhung deutlich kleiner als bei einigen Macs und iPads. Genau das könnte helfen, einen besonders starken Preisschock zu vermeiden.

Gurman bezeichnet einen Aufschlag von 100 Dollar angesichts der angespannten Speicherlage als eher moderat. Seine Einschätzung lautet, dass Apple damit vermutlich einen Teil der höheren Kosten selbst übernehmen würde. Apple hatte bereits vor zusätzlichem Druck auf die Bruttomarge im laufenden Quartal gewarnt. Das bedeutet: Apple gibt die gestiegenen Kosten möglicherweise nicht vollständig an die Kundinnen und Kunden weiter. Zugleich hätte Apple nach Gurmans Einschätzung durchaus Spielraum für eine stärkere Erhöhung. Das Unternehmen kann dabei auf eine große und loyale iPhone-Kundschaft setzen.

Ein weiterer Faktor könnte Apples neues Upgrade-Abonnement sein. Es soll den Kaufpreis auf monatliche Zahlungen verteilen. Ein höherer Gesamtpreis fällt dann beim Kauf weniger unmittelbar auf. Das könnte die Wirkung eines Aufschlags abmildern.

Quelle:
Mark Gurman, Bloomberg