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Gigantisches Bauprojekt von OpenAI und Nvidia


Nvidia beteiligt sich an der Finanzierung eines riesigen Datencenters für OpenAI und garantiert eine Summe von 120 Milliarden US-Dollar. Das ist zwar eine Reduzierung der ursprünglich geplanten 250 Milliarden Dollar, aber immer noch gewaltig. Zuvor hatten Investoren Bedenken wegen des Risikos geäußert.

Das Wall Street Journal berichtet, die Garantie betreffe zunächst eine Bauphase mit rund fünf Gigawatt Kapazität. Das gesamte, von der SoftBank-Tochter SB Energy entwickelte Projekt sei auf zehn Gigawatt ausgelegt. OpenAI verhandele getrennt davon über die Anmietung der vollständigen Kapazität. Fünf Gigawatt sind eine sehr gewaltige Kapazität. Deutsche Atomkraftwerke (etwa Isar 2) schafften etwa 1,4 GigaWatt. Man bäuchte also drei oder vier solcher Atomkraftwerke, um allein dieses Rechenzentrum zu versorgen.

Nvidia führe außerdem Gespräche über eine separate Finanzierung von OpenAIs Chipkäufen im Umfang von bis zu 350 Milliarden US-Dollar. Diese Chips werden in den Rechenzentren benötigt. Diese Gespräche sind aber noch nicht abgeschlossen.

Unterdessen berichtet Reuters über starkes Wachstum bei Anthropic. Unter Berufung auf mit den Finanzen vertraute Personen heißt es, der Umsatz sei von 4,73 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal auf mehr als 11,5 Milliarden US-Dollar im zweiten Quartal gestiegen. Das entspräche mehr als einer Verdopplung binnen eines Quartals und einem etwa vierzehnfachen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. In Interviews erklärte Anthropic wiederholt, es habe seit der Firmengründung seinen Umsatz jedes Jahr verzehnfacht. Nun wird dieses enorme Wachstum offenbar weiter überboten. Anthropic rechne demnach für 2028 mit einem Umsatz von rund 190 bis 200 Milliarden US-Dollar. Im Mai hatte das Unternehmen einen jährlichen Umsatzlauf von rund 45 Milliarden US-Dollar genannt.