Fenster schliessen
 | RSSImpressum | Datenschutzerklärung | Login logo
logo

Glas-iPhone zum 20. Jubiläum: Berichte widersprechen Absage


Die Berichte über eine angebliche Absage des Glas-iPhones zum 20. iPhone-Jubiläum 2027 werden durch Bloomberg und einen weiteren Leaker infrage gestellt: Demnach plant Apple weiterhin ein glasbetontes Redesign für die Pro-Modelle, während nur eine noch radikalere Variante früh verworfen worden sein soll.

Auslöser der neuen Debatte ist eine Einschätzung des Analystenhauses Jefferies. Analyst Edison Lee schrieb nach eigenen Angaben auf Basis von Prüfungen in der Lieferkette, Apple habe ein vollständig aus Glas gedachtes Jubiläums-iPhone wegen schwacher Fertigungsausbeute gestoppt. Apple hat sich zu den seit Jahren kursierenden Plänen nicht geäußert.

Bloomberg zeichnet jedoch ein deutlich anderes Bild. Dem Bericht zufolge erwartet Apple für 2027 neue iPhone-Pro-Modelle mit einem glasbetonten Erscheinungsbild. Glas soll demnach Vorder- und Rückseite prägen und sich an den Seiten nach innen wölben. Zwischen den Glasteilen soll ein schmales Metallband verbleiben. Die Modelle werden intern laut Bloomberg als V73 und V74 geführt.

Damit wäre das erwartete Design nicht ein lückenloses Gehäuse aus Glas. Vielmehr bliebe Metall ein Bestandteil der Konstruktion. Genau dieser Unterschied könnte erklären, warum die Berichte auf den ersten Blick unvereinbar wirken, sich aber möglicherweise auf verschiedene Entwicklungsstände beziehen.

Bloomberg berichtet zugleich, Apple habe eine noch ambitioniertere Variante früh verworfen. Diese habe mehr Glas und weniger Metall vorgesehen. Probleme beim Verbinden der Glasteile sowie bei der Fertigung in großen Stückzahlen hätten sich als Hindernis erwiesen. Nach dieser Darstellung wurde also nicht der aktuelle Plan für die Pro-Modelle gestrichen, sondern ein weitergehender Entwurf bereits früher aufgegeben.

Jefferies hatte seine Einschätzung in eine breitere Bewertung von Apple eingebettet. Lee sah in einem möglichen Wegfall des Glas-iPhones eine Hürde für besonders hochpreisige iPhones. Seine Prognosen zu Preisen, Margen und steigenden Speicher-Kosten sind allerdings Finanzanalysen und keine Bestätigung von Apples Produktplanung.

Auch ein bekannter Leaker aus China, Digital Chat Station, widerspricht der These einer vollständigen Absage. Der Leaker spricht von zwei Varianten in Größenordnung eines Pro- und eines Pro-Max-Modells und nennt ebenfalls die Bezeichnungen V73 und V74. Demnach könnten die Displays bei gleichem Seitenverhältnis physisch wachsen. Ein flaches Panel unter einer speziell geformten Glasabdeckung soll den Eindruck nahezu randloser, an vier Seiten geschwungener Kanten erzeugen. Diese Angaben sind nicht unabhängig bestätigt.

Seit mindestens 2025 wird über ein besonders stark neu gestaltetes iPhone für das Jahr 2027 spekuliert. Das Jahr wäre das 20. Jubiläum des ersten iPhones. Frühere Gerüchte nannten eine durchgängige Glasfläche, unter dem Display verbaute Face-ID-Komponenten und deutlich weniger sichtbare Öffnungen. Ob davon einzelne Elemente umgesetzt werden, bleibt offen.

Unklar ist außerdem die Produktbezeichnung. In der üblichen Zählung würden die Geräte 2027 zur iPhone-19-Generation gehören. Berichte über einen Sprung auf den Namen iPhone 20 sind reine Spekulation. Auch ob Apple das Jubiläum besonders hervorhebt, ist nicht bekannt.

Der belastbarere gemeinsame Nenner der jüngsten Berichte lautet deshalb: Apple arbeitet offenbar weiter an einem auffälligen, glasgeprägten Pro-Redesign für 2027. Nicht bestätigt ist dagegen ein iPhone, das vollständig und ohne metallische Elemente aus Glas besteht. Erst mit einer Ankündigung von Apple wird sich zeigen, wie nah das Jubiläumsmodell tatsächlich an diese Designvision herankommt.